Wien (OTS) – Das Klima- und Naturrisiko-Analyseunternehmen refinq
veröffentlicht
heute „ The refinq 100 „, ein Ranking aller NUTS-3-Regionen der
Europäischen Union nach physischer Klimaexposition. Das Ranking
umfasst alle 1.165 Regionen der EU27 und kann in der
Berichterstattung frei verwendet werden.
Anlass ist die Rede zur Lage der Union vom 16. September 2026, in
der Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen angekündigt hat, dass
die Kommission im Oktober einen Rahmen für Klimaresilienz vorlegen
und 100 der am stärksten gefährdeten Gebiete Europas benennen wird.
Drei Länder stellen drei Viertel der refinq-Top-100: Italien 40
Regionen, Spanien 22 und Griechenland 12. Die übrigen 26 verteilen
sich auf sechs Mitgliedstaaten. 18 der 27 Mitgliedstaaten sind in den
Top 100 überhaupt nicht vertreten. Hitze ist in 51 der 100 Regionen
das führende Risiko, Wasserknappheit in 39, Waldbrand in 8 und
Hochwasser in 2. Keine Region der Liste hat nur ein Problem: jede
erreicht bei mindestens zwei Gefahren gleichzeitig hohe Werte.
Österreich steigt auf Rang 294 von 1.165 in das Ranking ein.
Höchstplatzierte österreichische Region ist das Weinviertel nördlich
von Wien. Höchstplatzierte Deutsche Region ist die Stadt
Aschaffenburg auf Rang 105.
Beide Länder stellen keine Region in den Top 100.
Die zehn exponiertesten Regionen (kombinierter Wert für 2080 in
einem Hochemissionspfad, Skala 0 bis 100):
1. Ferrara, Italien, Hitze, 97,4
2. Bouches-du-Rhône, Frankreich, Hitze, 95,6
3. Pisa, Italien, Hitze, 94,6
4. Giurgiu, Rumänien, Waldbrand, 92,7
5. Ravenna, Italien, Hitze, 91,6
6. Cremona, Italien, Hitze, 91,2
7. Caserta, Italien, Wasserknappheit, 90,8
8. Serres, Griechenland, Wasserknappheit, 90,7
9. Padova, Italien, Hitze, 89,7
10. Rovigo, Italien, Hitze, 89,4
„Die Kommission wird sagen, welche Gebiete gefährdet sind. Unsere
Karte zeigt, was dort physisch auf dem Spiel steht. Das sind zwei
verschiedene Fragen, und Europa braucht auf beide eine Antwort“, sagt
Franziska Walde, Managing Director von refinq.
Zwtl.: Methode
„Wir veröffentlichen das vollständige Ranking und die Methode
dahinter, nicht nur die Top 100. Jede und jeder kann nachsehen, wo
die eigene Region steht und wie wir dorthin gekommen sind“, ergänzt
Managing Director Lukas Fischer.
Grundlage ist die NUTS-2024-Klassifikation von Eurostat. Bewertet
werden vier Gefahren: Hitze, Wasserknappheit, Waldbrand und
Hochwasser. Die Gefahrendaten stammen vom Copernicus Climate Change
Service, aus dem Aqueduct-4.0-Datensatz des World Resources Institute
und vom Joint Research Centre der Europäischen Kommission. Bewertet
wird die Exposition dessen, was in einer Region gebaut ist; die Werte
werden auf Regionsebene aggregiert. Der kombinierte Wert ist der
einfache Mittelwert der vier Gefahren, ohne Gewichtung, auf einer
Skala von 0 bis 100. Die Kennzahlen beschreiben das Jahr 2080 in
einem Hochemissionspfad (RCP8.5 / SSP5-8.5), gemessen an der
Basisperiode 2006 bis 2025.
refinq weist darauf hin, dass Exposition nicht dasselbe ist wie
Vulnerabilität. Das Ranking misst, wie stark Klimagefahren auf das
einwirken, was in einer Region gebaut ist. Es misst nicht, wie gut
diese Region darauf vorbereitet, finanziert oder geschützt ist. Die
kommende Bewertung der Kommission betrifft Vulnerabilität und
schließt diese Faktoren ein. Eine Region kann bei refinq weit oben
stehen und trotzdem gut geschützt sein.
Über refinq
refinq ist eine Intelligence-Plattform, die Unternehmen und
Banken zeigt, wo Klima-, Natur- und Transitionsrisiken ihre Anlagen,
Portfolios und Umsätze treffen werden, bevor daraus ein Verlust wird.
refinq quantifiziert die Exposition auf Asset-Ebene, bilanziert
finanzierte Emissionen nach dem PCAF-Standard und leitet daraus
Anpassungs- und Minderungsmaßnahmen sowie prüfungsfeste Offenlegungen
für Regulatoren ab (CSRD/ESRS, TCFD, Taxonomie). 2023 gegründet, Sitz
in Wien, Österreich. www.refinq.com
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