Wien (OTS) – In Wien dürfen über 35 Prozent der Bewohner*innen
aufgrund ihrer
Staatsbürgerschaft nicht an Wahlen teilnehmen. Um diesem erheblichen
Demokratiedefizit entgegenzuwirken und den politischen Willen dieser
Gruppe sichtbar zu machen, organisiert die Gemeinwohl-Ökonomie
Österreich (GWÖ) einen „Bürgerrat der Wienerinnen ohne Wahlrecht”
Wer kann teilnehmen: Gesucht werden Personen, die:
– seit mindestens fünf Jahren in Wien leben,
– hier nicht wahlberechtigt sind,
– über Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2 verfügen.
Die Auswahl erfolgt mit dem Ziel, eine möglichst diverse und
repräsentative Gruppe von letztendlich 35 Personen zusammenzustellen.
Termine & Ablauf: Der Bürgerrat findet an drei Samstagen im
Herbst 2026 statt (26. September, 10. Oktober und 24. Oktober),
jeweils von 9 bis 16 Uhr. Gemeinsam mit Expert*innen entwickeln die
Teilnehmenden einen „Gemeinwohl-Kompass“. Dabei werden
Handlungsfelder, Ziele und messbare Indikatoren definiert, um das
Gemeinwohl für Betroffene zu steigern. Die Ergebnisse werden Ende
November 2026 öffentlich präsentiert, um die Bedürfnisse der
Betroffenen direkt in gesellschaftliche Institutionen zu tragen.
Anerkennung und Anmeldung: Interessierte Wiener*innen können sich
hier anmelden: https://austria.econgood.org/anmeldung-buergerrat/ .
Als Aufwandsentschädigung erhalten die Teilnehmenden 60 Euro pro
Veranstaltungstag. Da die Gruppe möglichst divers und repräsentativ
zusammengestellt wird, erfolgt nach der Anmeldung ein
Auswahlverfahren.
Vorab findet am 11. Juni 2026 um 10:00 Uhr eine
Informationsveranstaltung in der Blumenfabrik (Neustiftgasse 36, 1070
Wien) statt.
Kontakt: Lorenz Trattner ([email protected], +43 670
4038208).
Das Projekt wird finanziert durch ProEuropean-ValuesAT mit
Kofinanzierung durch die Europäische Union.