„WELTjournal“-Reportage über „Netanjahu – die Anklage des Internationalen Strafgerichtshofs“

Wien (OTS) – Das „WELTjournal“ zeigt am Mittwoch, dem 3. September
2025, um 22.30
Uhr in ORF 2 und auf ORF ON die Reportage „Netanjahu – die Anklage
des Internationalen Strafgerichtshofs“. Im „WELTjournal +“ (23.25 Uhr
) folgt die Dokumentation „Israels rechtsextreme Minister“.

WELTjournal: „Netanjahu – die Anklage des Internationalen
Strafgerichtshofs“

Seit November 2024 ist ein Haftbefehl des Internationalen
Strafgerichtshofs IStGH gegen Israels Premierminister Benjamin
Netanjahu und seinen damaligen Verteidigungsminister Yoav Galant
ausgeschrieben. Der IStGH wirft ihnen vor, für Kriegsverbrechen und
Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Krieges in Gaza
verantwortlich zu sein. Der Haftbefehl gegen Netanjahu ist der erste
wegen Kriegsverbrechen gegen den Staatschef eines vom Westen
unterstützten demokratischen Landes. Das „WELTjournal“ zeigt, worauf
sich die Anschuldigungen des IStGH gegen Netanjahu und Galant
stützen. Die Zerstörung ganzer Wohnviertel mit zahllosen zivilen
Todesopfern, die Zerstörung von landwirtschaftlichen Flächen und
Teilen der Wasserversorgung, die Behinderung humanitärer Hilfe sowie
Angriffe auf die medizinische Infrastruktur werden u. a. durch die
Analyse von Satellitenbildern akribisch nachgewiesen. Zu Wort kommen
israelische Politiker und Geheimdienst-Mitarbeiter ebenso wie
Soldaten, Menschenrechtsorganisationen und die Familien der Geiseln.
Gestaltung: Laetitia Moreau, Mitarbeit Matan Cohen

WELTjournal +: „Israels rechtsextreme Minister“

Die beiden rechtsextremen Minister Bezalel Smotrich und Itamar
Ben-Gvir repräsentieren nur einen kleinen Teil der israelischen
Gesellschaft, doch in der Regierung Netanjahu haben sie
überproportional viel Macht und tragen maßgeblich zur Radikalisierung
der Politik bei. Ein Ende des Krieges in Gaza lehnen sie ab und
fordern stattdessen eine Umsiedlung der Palästinenser und eine
Besitznahme und israelische Besiedelung des palästinensischen
Gazastreifens. Mehrere Länder wie Kanada, Australien, Großbritannien,
Norwegen und das EU-Land Slowenien haben Sanktionen gegen sie
verhängt.
„WELTjournal +“ zeigt ein Porträt der beiden Minister, die eine
gemeinsame ideologische Agenda verfolgen: die Annexion der besetzten
palästinensischen Gebiete und ein Groß-Israel. Gezeigt wird zugleich
auch der Widerstand jener Israelis, die seit den Justiz-Umbauplänen
der Netanjahu-Regierung das Ende der Demokratie in ihrem Staat
befürchten. Zu Wort kommen die ehemaligen israelischen
Ministerpräsidenten Ehud Barak und Ehud Olmert und die frühere
Justizministerin Tzipi Livni, die – wie viele Israelis – mit Sorge
auf die nationalreligiösen und rechtsextremen Strömungen in der
Politik blicken. Gestaltung: Jérôme Sesquin