WB-Egger: Sozialmissbrauch untergräbt den Arbeitsmarkt

Wien (OTS) – „Die Nachfrage nach Mitarbeitern bleibt auf einem
unverändert hohen
Niveau, unsere Betriebe suchen weiterhin händeringend nach Personal.
Der Wirtschaftsbund-Stellenmonitor weist aktuell 161.455 offene
Stellen aus. Die Folge sind nicht nur wirtschaftliche Einbußen in
herausfordernden Zeiten, sondern mittelfristig auch massive Verluste
unseres Wohlstands. Mit der zweithöchsten Teilzeitquote Europas lässt
sich unser Gesundheits- und Sozialsystem nicht sichern.
Massenteilzeit darf nicht zur Abwärtsspirale auf Kosten der
Allgemeinheit werden. Die Wirtschaft braucht Vollzeitkräfte – wie
unser WB-Vollzeitradar zeigt, bieten rund 90,9 % aller
ausgeschriebenen Stellen die Möglichkeit auf eine
Vollzeitbeschäftigung an“, erklärt Wirtschaftsbund-Generalsekretär
und ÖVP-Wirtschaftssprecher Kurt Egger zur aktuellen
Arbeitsmarktsituation.

Doppelte Belastung für die Wirtschaft

„Wir stehen heute vor einer paradoxen Situation: Während dringend
benötigte Arbeitskräfte fehlen, wird unser Solidarsystem missbraucht
– und das auf Kosten aller Österreicherinnen und Österreicher.
Fehlgeleitete Unterstützung gefährdet nicht nur unseren
Wirtschaftsstandort und unsere Wettbewerbsfähigkeit, sondern sendet
auch ein völlig falsches Signal: Nichts geben und nur nehmen darf
kein Geschäftsmodell sein. Sozialleistungsmissbrauch kostet nicht nur
Geld, sondern untergräbt auch das Vertrauen in unser Solidarsystem.
Wer arbeiten kann, soll mitanpacken – für unseren Wohlstand, unsere
Zukunft und kommende Generationen“, so Egger abschließend.