Ibmer Moor (OTS) – 15.10.2026 – Heute startete im Ibmer Moor ein
Schlüsselprojekt für
den Artenschutz: Mit einem gemeinsamen Spatenstich begann das LEADER-
Projekt „Rettungsinsel Ibmer Moor – neue Lebensräume für Bekassine
und Brachvogel“ von BirdLife Österreich in Partnerschaft mit
Blühendes Österreich – BILLA gemeinnützige Privatstiftung und
Vegavita. Im größten zusammenhängenden Moorkomplex Österreichs
entstehen durch Wiedervernässung, Entbuschung und eine angepasste
Bewirtschaftung neue und verbesserte Brut- und Nahrungslebensräume
für stark gefährdete Wiesenvögel – auf einer Fläche von bis zu 80
Hektar.
Zwtl.: Rettungsinsel für bedrohte Wiesenvögel
Das Ibmer Moor im Bezirk Braunau ist eines der letzten
bedeutenden Brutgebiete Österreichs für Bekassine (Gallinago
gallinago) und Großer Brachvogel (Numenius arquata) . Verbuschung,
Entwässerung, Nutzungsintensivierung und Klimawandel haben ihre
Lebensräume österreichweit stark beeinträchtigt. Damit werden
geeignete Habitatflächen zunehmend kleinteilig und isoliert. Genau
hier setzt das Projekt an: Auf rund 22 Hektar Maßnahmenfläche – mit
einer ökologischen Aufwertung von bis zu 80 Hektar Gesamtlebensraum –
werden entbuschte Flächen zu extensiven Streuwiesen entwickelt,
Entwässerungsgräben geschlossen und Teile des Moores wiedervernässt.
Zusätzlich werden gezielt Brut- und Nahrungshabitate für die
hochgradig gefährdete Bekassine geschaffen. Durch die Entfernung
aufkommender Gehölze können die Moorflächen langfristig offengehalten
und damit die für den seltenen Wiesenbrüter essenziellen
Lebensraumbedingungen erhalten bleiben. Bereits seit 2017 setzt
BirdLife Österreich mit regionalen Partner:innen vergleichbare
Maßnahmen mit Erfolg um: Ein überwiegender Teil des
Bekassinenbestands im Ibmer Moor brütet heute auf oder in direkter
Nähe solcher Maßnahmenflächen.
Zwtl.: Warum das Projekt so wichtig ist
„Jede wiedervernässte, offen gehaltene Fläche im Ibmer Moor ist
ein direkter Beitrag zum Überleben von Bekassine und Großer
Brachvogel in Österreich“, erklärt Florian Billinger, Projektleiter
bei BirdLife Österreich. „Mit diesen Maßnahmen sichern wir nicht nur
Brutplätze, sondern stärken auch die Funktion des Moores als
Kohlenstoffspeicher und Wasserregulator – Moorschutz ist Artenschutz
und sehr effektiver/wirksamer Klimaschutz zugleich.“
Das Projekt leistet damit einen doppelten Beitrag: Es stärkt die
regionale Biodiversität und unterstützt Österreichs Klimaziele, denn
intakte Moore speichern große Mengen CO2 und regulieren den
Wasserhaushalt nachhaltig.
Zwtl.: Starke Partnerschaft für den Moorschutz
Verena Wiederkehr, Head of Plant-Based Business Development,
BILLA AG: „Vegavita steht seit 2002 für rein pflanzlichen Genuss.
Dabei liegt uns nicht nur das, was auf den Teller kommt am Herzen,
sondern auch die Natur, die uns umgibt. Deshalb unterstützen wir
unsere BILLA Stiftung Blühendes Österreich jährlich mit 15.000 Euro.
Unsere Natur können wir am besten gemeinsam schützen und bewahren.
Mit der Unterstützung dieses wertvollen Projekts möchten wir einen
konkreten Beitrag leisten, damit die Vielfalt unserer heimischen
Natur auch für kommende Generationen erhalten bleibt.“
Das Projekt wird von BirdLife Österreich getragen und gemeinsam
mit der Schutzgebietsbetreuung des Landes Oberösterreich im Ibmer
Moor umgesetzt. Die LEADER-Region Oberinnviertel-Mattigtal
kofinanziert das Vorhaben in Höhe von Ꞓ 36.000. Der
Finanzierungsbeitrag für die Sicherung der Eigenmittel in Höhe von Ꞓ
24.000 sowie Ꞓ 21.000 für weitere Projektentwicklungen im Ibmer Moor
stellt Blühendes Österreich BirdLife zur Verfügung. Diese Mittel
stammen aus einer zweckgewidmeten Spende von Vegavita, der rein
pflanzlichen Eigenmarke von BILLA. Vegavita stellt 2025 bis 2028 eine
zweckgewidmete Spende in Höhe von Ꞓ 75.000 für Projekte im Ibmer Moor
zur Verfügung.
„Mit Vegavita und Blühendes Österreich unterstützen wir gemeinsam
gezielte Naturschutzmaßnahmen im größten zusammenhängenden
Moorkomplex Österreichs. Besonders freut uns, dass die Mittel von
Blühendes Österreich durch die Förderung der LEADER-Region
Oberinnviertel-Mattigtal maßgeblich erhöht werden,“ so Robert Nagele,
Vorstand BILLA AG und Blühendes Österreich – BILLA gemeinnützige
Privatstiftung.
Entscheidend sind auch regionale Partner:innen – insbesondere
Grundstückseigentümer:innen sowie Land- und Forstwirte –, die die
Artenschutzmaßnahmen vor Ort mittragen und ermöglichen.
„Das Ibmer Moor ist nicht nur ein einzigartiger Naturraum,
sondern auch ein wertvoller Teil unserer regionalen Identität. Mit
diesem Projekt schützen wir seltene Tierarten, bewahren die
Artenvielfalt und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum
Klimaschutz. Es freut uns besonders, dass hier Naturschutz,
Landwirtschaft und regionale Partner gemeinsam an einem Strang
ziehen. Genau dafür steht LEADER: Kräfte bündeln, Verantwortung
übernehmen und unsere Heimat lebenswert erhalten“, betont
Bürgermeister Albert Troppmair, Obmann der LEADER-Region
Oberinnviertel-Mattigtal.
Mehr Infos zum Projekt: Ibmer Moor – neue Lebensräume für
Bekassine und Brachvogel, Oberösterreich | Blühendes Österreich
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