Straßburg (OTS) – Gerade eben wurde das Waldmonitoring Gesetz im
Plenum mit 370 zu 264
Stimmen abgelehnt. Auch eine weitere Bearbeitung auf Ausschussebene
wurde abgelehnt. Schon im September wurde das Gesetz in einer
gemeinsamen Abstimmung des Umwelt- und Agrarausschusses durch die
Konservativen in Koalition mit den Rechtsextremen ins politische
Nirvana geschossen und abgelehnt. Es liegt nun an der Kommission, ob
sie das Gesetz zurückziehen wird.
Thomas Waitz, Landwirtschaftssprecher der Grünen und
Delegationsleiter, sagt: „Die ÖVP dient erneut den Naturausbeutern,
die mit Holzplantagen, illegalem Kahlschlag und Ausschlachten der
Wälder in Europa Millionen scheffeln. Ein großer Teil der
europäischen Wälder sind in keinem guten Zustand. Dieser wertvolle
Lebensraum hätte einheitlich überwacht werden sollen. Stattdessen
zerstört die Europäische Volkspartei erneut jeglichen Umweltschutz in
der unheiligen Koalition mit den Rechtsextremen.“
Das Waldmonitoringgesetz wurde 2023 im Rahmen der Waldstrategie
2030 präsentiert und sollte einheitliche europäische Daten zum
Zustand der Wälder sammeln. Europas Wälder werden von Kahlschlägen,
Monokulturen, Waldbränden und klimakrisenbedingten
Extremwetterereignissen bedroht. Gesunde Wälder sind aufgrund ihrer
Funktion als CO2-Senken essentiell für den Klimaschutz und
Siedlungsschutz, aber auch für die Artenvielfalt sowie die
Wasserspeicherung und -versorgung.