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Waitz/Grüne: Geld für echte Bäuerinnen und Bauern statt für Royals, Aldi & co.

Straßburg (OTS) – Heute beginnen die ersten Verhandlungen zur neuen
Förderperiode der
Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) des Europäischen Parlaments. Die GAP
ist eine der umfangreichsten und ältesten Förderschienen der EU. Im
Verhandlungsauftakt werden unter anderem die Deckelung der
Fördersummen, Begriffsdefinitionen wie z.B aktiver Landwirt und die
Förderung von Jungbäuer*innen besprochen.

Thomas Waitz, Agrarsprecher der Grünen/EFA und einziger
österreichischer Verhandler der GAP, sagt: „Die europäischen
Bäuerinnen und Bauern haben einen extremen Krisensommer hinter sich,
geplagt von Dürre, Feuer, Unwetterschäden und Ernteausfällen.
Ernährungssicherheit kommt nicht von alleine. Wer aktiv
Klimawandelanpassung betreibt und damit grundlegend zur
Ernährungssicherheit der Union beiträgt, muss dabei finanziell
unterstützt werden.“

Die Fördersummen-Deckelung ist ein zentrales Element, um
sicherzustellen, dass Steuergeld nur dorthin fließt, wo es echten
Bäuerinnen und Bauern hilft. Skandale wie jener über die königliche
Familie der Vereinigten Emiraten , die binnen sechs Jahren von 71
Millionen Euro europäischen Steuergeld profitierte, das eigentlich
als Einkommenshilfe für echte Landwirtinnen und Landwirte dienen
sollte, dürfen sich keinesfalls wiederholen.

„Ich verhandle für jene, die Tag für Tag in den Stall gehen, sich
zuverlässig um ihre Felder, Tiere und Umwelt kümmern und dadurch
unsere Union ernähren. Für mich stehen die Bäuerinnen und Bauern und
alle Konsument:innen, die gutes Essen zu fairen Preisen kaufen
wollen, klar im Mittelpunkt. Profitmaximierungs-Strategien für
Agrarindustrieriesen wie Bayer-Monsanto, Südzucker und Aldi haben auf
dem Verhandlungstisch nichts zu suchen.“