München (OTS) – – Vyoma wurde als Teil eines von Kepler geleiteten
Konsortiums
ausgewählt, um im Rahmen des HydRON-Element-3-Programms Dienste für
die Weltraumsicherheit und SDA (Space Domain Awareness) zu
demonstrieren
– Die kompakten SSA-Nutzlasten (Space Situational Awareness)
ergänzen die bestehenden Sensorfähigkeiten der Flamingo-Satelliten
von Vyoma
– Die Beobachtungsdaten werden mit geringer Latenz
heruntergeladen, verarbeitet und für „Tip and Cueing“ eingesetzt
Vyoma, ein in München ansässiges Unternehmen, das SDA-Fähigkeiten
bereitstellt, wurde als Teil eines von Kepler Communications
geführten Konsortiums von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA)
ausgewählt, um im Rahmen des Projekts „High-thRoughput Optical
Network (HydRON) Element #3“ seine Weltraumüberwachungsdienste mit
geringer Latenz zu demonstrieren. Die Kofinanzierung für Vyomas
Anteil am ESA-Vertrag stammt aus dem Beitrag des deutschen DLR (
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) sowohl zum ESA-Programm
„Advanced Research in Telecommunications Systems (ARTES) Optical and
Quantum Communications – ScyLight“ als auch zu dessen Space Safety
Programme.
Das HydRON-Demonstrationssystem zielt darauf ab, das erste
optische Satellitennetzwerk mit einer Kapazität von einem Terabit pro
Sekunde aufzubauen und dabei eine nahtlose Interoperabilität mit
terrestrischen Hochleistungsnetzen zu gewährleisten. Der
Projektabschnitt „HydRON Element #3: User Segment and Evolution“
konzentrierte sich auf die Ermittlung innovativer Dienstkonzepte, die
mit den geringen Latenzen des Netzwerkes einen Mehrwert schaffen.
Vyoma setzt bereits große SSA-Sensoren auf seinen eigens dafür
entwickelten und selbst betriebenen Flamingo-Satelliten ein, wodurch
das Unternehmen schnell auf Nutzeranfragen reagieren, gezielte
Beobachtungskampagnen durchführen und selbst schwache Objekte
zuverlässig beobachten kann. Im Rahmen des HydRON-Projekts „Element #
3“ erweitert Vyoma seine Beobachtungskapazitäten um eine
miniaturisierte SSA-Sensorsuite, die für den Einsatz auf Satelliten
von Drittanbietern vorgesehen ist.
Das sehr große Sichtfeld der kompakten SSA-Sensoren erfasst einen
großen Bereich des Weltraums und überwacht gleichzeitig eine Vielzahl
von Satelliten in der Umlaufbahn. Die erzielte Erhöhung der
Beobachtungshäufigkeit ermöglicht eine verkürzte Beobachtungslatenz
für Objekte von besonderem Interesse, wie beispielsweise
manövrierende Satelliten.
Aufgrund der geringen Latenz der über das Netzwerk
bereitgestellten Beobachtungsdaten wird Vyoma auch die
Echtzeitverarbeitung der aufgezeichneten Informationen demonstrieren
und so zeitnahe Informationen zur Sicherheit im Weltraum liefern.
Anomalien, wie beispielsweise unerwartete Satellitenmanöver, können
rasch erkannt und bei Bedarf mithilfe der agilen Flamingo-Satelliten
über einen automatisierten „Tip-and-Cueing“-Ansatz verfolgt werden.
Auch bodengestützte Sensoren zur Weltraumüberwachung können
einbezogen werden.
Vyoma wird zwischen 2026 und 2029 weitere Flamingo-Satelliten
sowie SSA-Nutzlasten starten, um Beobachtungen aller Satelliten in
der erdnahen Umlaufbahn mit geringer Latenz zu ermöglichen und zu
einem sicheren Satellitenbetrieb beizutragen.
Über Vyoma:
Vyoma ist ein in München ansässiges Unternehmen, das weltraum-
und bodengestützte Daten nutzt, um den automatisierten
Satellitenbetrieb zu optimieren und der Industrie
Weltrauminformationen zur Verfügung zu stellen. Vyoma wurde im August
2020 gegründet und bietet Dienstleistungen an, die einen effizienten
und skalierbaren Satellitenbetrieb in stark frequentierten
Erdumlaufbahnen ermöglichen und so die Missionskosten für seine
Kunden drastisch senken. Vyoma bietet seine Dienste Betreibern,
Weltraumkommandos und Weltraumagenturen an. Als Teilnehmer an den
Programmen der Europäischen Kommission und der ESA zur Entwicklung
von SDA-Technologie stützt sich Vyoma auf ein spezialisiertes Team
von mehr als 40 Ingenieuren und Wissenschaftlern.
Über die Europäische Weltraumagentur
Die Europäische Weltraumagentur (ESA) ist Europas Tor zum
Weltraum.
Die ESA ist eine zwischenstaatliche Organisation, die 1975
gegründet wurde und deren Aufgabe es ist, die Entwicklung der
europäischen Weltraumkapazitäten voranzutreiben und sicherzustellen,
dass Investitionen in die Raumfahrt den Bürgern Europas und der
ganzen Welt zugutekommen. Die ESA hat 23 Mitgliedstaaten: Österreich,
Belgien, Tschechien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich,
Deutschland, Griechenland, Ungarn, Irland, Italien, Luxemburg, die
Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Slowenien, Spanien,
Schweden, die Schweiz und das Vereinigte Königreich. Lettland,
Litauen, die Slowakei und die Republik Zypern sind assoziierte
Mitglieder.
Die ESA hat eine formelle Zusammenarbeit mit vier Mitgliedstaaten
der EU aufgebaut. Kanada beteiligt sich im Rahmen eines
Kooperationsabkommens an einigen ESA-Programmen.
Durch die Bündelung der finanziellen und intellektuellen
Ressourcen ihrer Mitglieder kann die ESA Programme und Aktivitäten
durchführen, die weit über die Möglichkeiten eines einzelnen
europäischen Landes hinausgehen. Sie arbeitet insbesondere mit der EU
an der Umsetzung der Programme Galileo und Copernicus sowie mit
Eumetsat an der Entwicklung meteorologischer Missionen. Erfahren Sie
mehr über die ESA unter www.esa.int