Innsbruck (OTS) – Rund 26.000 Kilometer Wanderwege werden vom
Österreichischen
Alpenverein betreut.Tausende Ehrenamtliche kümmern sich um die
Instandhaltung des Wegenetzes, das einen sicheren und
naturverträglichen Zugang zu den Bergen erst möglich macht. Zum Tag
des Ehrenamts am 5. Dezember hebt der Österreichische Alpenverein die
große Bedeutung hervor, die Menschen durch freiwillige Arbeit
tagtäglich leisten. Für sein ehrenamtliches Engagement im Klimaschutz
wird der Alpenverein nun sogar mit einem Staatspreis ausgezeichnet (
Verleihung am 4.12. in Wien).
Instandhaltung, Pflege und Markierung von Wegen erleichtern den
Zugang, die Orientierung und die Sicherheit im alpinen Raum.Diese
Leistungen des Österreichischen Alpenvereins, die seit vielen
Jahrzehnten selbstverständlich sind, sind nur möglich durch das
Engagement seiner Ehrenamtlichen. „Zum Tag des Ehrenamtes am 5.
Dezember möchte der Österreichische Alpenverein auf die enorme
Bedeutung der freiwilligen Arbeit hinweisen“, sagt Wolfgang Schnabl,
Präsident des Österreichischen Alpenvereins . „Ohne Ehrenamt würde
der Alpenverein schlicht nicht existieren. Das Engagement unserer
Ehrenamtlichen macht es erst möglich, dass beispielsweise unsere Wege
sicher und begehbar bleiben.“
1,5 Millionen unbezahlte Arbeitsstunden im Alpenverein
Rund 15.000 ehrenamtliche Funktionär*innen und gut 10.000
freiwillige Mitarbeiter*innen des Österreichischen Alpenvereins
leisten pro Jahr etwa 1,5 Millionen unbezahlte Arbeitsstunden. Würden
diese durch Hauptamtliche ersetzt, wären dafür rund 850
Vollzeitstellen oder Personalkosten von über 34 Millionen Euro
jährlich notwendig.
„Beim Alpenverein kann man sich in vielfältigen Bereichen
engagieren – zum Beispiel in der Hütten- und Wegearbeit, als
Tourenführer*in im Alpinteam, in der Alpenvereinsjugend, im
Naturschutzteam, im Bereich Inklusion, im Vorstand der Sektion oder
in Tätigkeitsfeldern wie Öffentlichkeitsarbeit oder Kultur. Auch
kurzfristige Einsätze sind möglich, etwa bei unseren
Bergwaldprojekten, Umweltbaustellen oder beim P.U.L.S.-
Pressepraktikum“, erklärt Clemens Matt, Generalsekretär des
Österreichischen Alpenvereins und verweist auf die Webseite des
Alpenvereins. Unter www.alpenverein.at/ehrenamt können sich alle
informieren, die sich für den Alpenverein engagieren möchten. „Ich
bedanke mich herzlich bei allen Ehrenamtlichen, die sich für den
Alpenverein einsetzen. Sie erbringen eine unverzichtbare Leistung,
die uns nicht nur am Tag des Ehrenamtes bewusst sein soll, sondern an
jedem einzelnen Tag im Jahr“, so Clemens Matt. Ehrenamt würde oft
erst auffallen, wenn es ausfällt.
Was-wäre-wenn: Warum Wegebetreuung unverzichtbar ist
In einem solchen Szenario nähmen die Wege rasch Schaden und
würden für Wanderer zunehmend gefährlich. Markierungen und die
derzeit rund 100.000 gesetzten Wegweiser verschwinden allmählich.
Ausgespülte Passagen führten vermehrt zu Unfällen; ganze Routen
müssten gesperrt oder sogar aufgegeben werden. Ohne gepflegte Wege
fiele zudem ein zentrales Instrument der Besucherlenkung weg – mit
spürbaren Folgen für Natur und Sicherheit. Auch der alpine Tourismus
würde dadurch beeinträchtigt.
Ohne Wegebetreuung, könnte der Österreichische Alpenverein auch
seine gesetzlichen Verkehrssicherungspflichten nicht mehr
aufrechterhalten. Der Alpenverein müsste über das Einstellen der
Betreuung informieren sowie Beschilderungen, Markierungen entfernen.
Die Betreuung eines Weges aufzugeben, würde auch bedeuten, dass aus
einem bisher „gehaltenen“ Weg ein „halterloser“ Weg würde – was einer
Auflösung gleichkommt. Wegerechte und damit die Begehbarkeit von
Bergen würden verloren gehen.
Alpenverein erhält Staatspreis für ehrenamtlichen Klimaschutz
Durch Wetterextreme, die in den letzten Jahren deutlich
zugenommen haben, wird die Instandhaltung von Wegen immer
aufwändiger. Die Alpen sind von den Auswirkungen der Klimakrise
besonders stark betroffen. Mit einer umfassenden Klimastrategie will
der Österreichische Alpenverein Bewusstsein dafür schaffen und
Verantwortung übernehmen. Das Ziel, bis 2033 klimaneutral zu werden,
wäre ohne die Überzeugung und das Engagement von Ehrenamtlichen nicht
möglich. Für seine Klimabilanz hat der Österreichische Alpenverein
den Staatspreis für freiwilliges und ehrenamtliches Engagement in
Österreich in der Kategorie „Innovation“ gewonnen. Die Bekanntgabe
der Platzierung erfolgt im Zuge der offiziellen Preisverleihung am 4.
Dezember im Wiener Rathaus.
2024 haben zwölf Pilotsektionen nach internationalem Standard
ihre Emissionen aus Hütten, Geschäftsstellen, Touren, Kursen und
Kletterhallen bilanziert. Das Konzept ist auf alle Sektionen
übertragbar – ein skalierbarer Weg, wirksamen Klimaschutz
datenbasiert zu steuern. Weitere Sektionen haben sich bereits für die
Bilanzierung 2025 gemeldet.
Passendes Bildmaterial zum Download im Pressebereich:
www.alpenverein.at/presse