Wien (OTS) – Einmal pro Jahr legt die Volkshilfe ihre eingesetzten
Mittel für
Hilfsleistungen offen. Mit 6,7 Millionen Euro an Spenden konnten 2025
armutsgefährdete Menschen im Inland und Hilfsprojekte im Ausland
unterstützt werden. Das Jahr war von Teuerungen und wachsenden
internationalen Konflikten geprägt.
„Die großen Herausforderungen mit gestiegenen
Lebenshaltungskosten, verteuerten Mieten oder horrenden Energiekosten
hielten auch 2025 an. Die zunehmenden internationalen Konflikte haben
die Unsicherheit noch erhöht. Armutsgefährdete Familien und Kinder
waren auch im vergangenen Jahr stark belastet. Deshalb haben wir von
der Volkshilfe wieder alle Hebel in Bewegung gesetzt, dort zu helfen,
wo die Not am größten ist“, betont Ewald Sacher, Präsident der
Volkshilfe Österreich.
Zwtl.: Kampf gegen Kinderarmut an erster Stelle
Kinderarmut in Österreich zu bekämpfen, stellt daher mit 35,6
Prozent der verwendeten Hilfsmittel nach wie vor den größten
Arbeitsschwerpunkt der Volkshilfe dar. Unterstützt wurden die Kinder
und Jugendlichen vor allem in den Bereichen Bildung und Gesundheit.
Aber auch Kleinkinder unter sechs Jahren wurden besonders gefördert.
Ein wichtiges Thema in der Arbeit der Volkshilfe ist auch das
Thema Pflege: Mit der Demenzhilfe (9,7 Prozent der verwendeten Mittel
) greift unsere Organisation armutsgefährdeten Menschen unter die
Arme, die an Demenz erkrankt sind und unterstützt gleichzeitig
pflegende Angehörige bei Kosten für Betreuung und Therapien.
Zwtl.: Internationale Hilfe
„Die Volkshilfe setzt sich für eine solidarische Welt ein. Im
Zentrum unserer internationalen Arbeit stehen soziale Gerechtigkeit
und die Stärkung von benachteiligten Menschen. Der Schwerpunkt
unserer Hilfsleistungen im Ausland lag im Vorjahr einmal mehr bei
unseren europäischen Nachbarn in der Ukraine, die unter dem
anhaltenden Krieg und seinen tiefgreifenden Folgen zu leiden haben“,
so Volkshilfe-Direktor Erich Fenninger.
Zur humanitären Arbeit in der Ukraine zählten beispielsweise
Notpakete gegen den harten Winter, die Instandsetzung von
Pflegeinfrastruktur und medizinischer Versorgung, sowie Unterstützung
bei der landwirtschaftlichen Selbstversorgung. Weiters leisteten die
Partnerorganisationen, mit denen die Volkshilfe im Rahmen der
internationalen Hilfe zusammenarbeitet, psychosoziale Unterstützung
und Begleitung bei der Jobsuche von ausgrenzungsgefährdeten
Jugendlichen.
Zwtl.: Mittelverwendung für Hilfsleistungen
Zusammenfassend flossen 2025 neben der bereits erwähnten
Kinderarmutshilfe (35,6 %), der Ukrainehilfe (18,8 %) und der
Demenzhilfe (9,7 %), rund acht Prozent der Mittel in
Katastrophenhilfe, rund 16 Prozent in Armutshilfe, 0,6 Prozent in
Flüchtlingshilfe und 11,3 Prozent in weitere Hilfsprojekte.
„Transparenz über die Verwendung der Mittel ist uns sehr wichtig.
Deshalb legt die Volkshilfe einmal pro Jahr diese Zahlen offen. Wir
werden streng geprüft, zum einen von unabhängigen Wirtschaftsprüfer*
innen zum anderen durch die Kammer der Wirtschaftstreuhänder und
zudem durch das Finanzamt. So können auch alle Spender*innen
nachvollziehen, dass ihre Spende von uns umsichtig eingesetzt wird.
Nicht umsonst tragen wir seit über 20 Jahren das österreichische
Spendengütesiegel“, schließt Präsident Sacher.