Voglauer/Grüne: „Umfrage zeigt klar: Gentechnik braucht Kennzeichnung“

Wien (OTS) – „Die Umfrageergebnisse der ARGE Gentechnik-frei belegen
es
zweifelsfrei: Nicht nur wir Grüne, sondern ein großer Teil der
Österreicher:innen sind äußerst skeptisch, was gentechnisch
veränderte Lebensmittel betrifft. Es braucht eindeutig verpflichtende
und klare Kennzeichnungen solcher Produkte in ganz Europa“, sagt Olga
Voglauer, Landwirtschaftssprecherin der Grünen.

Voglauer führt aus: „Aus unserer Sicht ist eine Deregulierung in
diesem Bereich eindeutig der falsche Weg. Sowohl für die sogenannte
neue, wie auch die alte Gentechnik braucht es strenge Regeln,
entsprechende Kontrollen und natürlich auch eine eindeutige
Kennzeichnung. Nur so kann Transparenz und echte Wahlfreiheit
bestehen: Für die Landwirt:innen bei Saatgut, Pflanzen und
Futtermitteln, die sie verwenden wollen, für die Konsument:innen bei
ihrer Kaufentscheidung für Lebensmittel. Die Österreicher:innen haben
sich verdient zu wissen, was in ihren Lebensmitteln steckt. Die
Bundesregierung muss sich auf EU-Ebene aktiv für die Beibehaltung von
Kennzeichnung, Rückverfolgbarkeit und Risikobewertung für alle
Gentechnik-Pflanzen, auch solche aus neuer Gentechnik, einsetzen.“

„Mit einer Deregulierung der neuen Gentechnik ist eine wahre
Patentflut zu erwarten. Wir kennen bereits jetzt Fälle, in denen
diese Lobby versucht Landwirt:innen und Verarbeiter:innen zu klagen,
wenn deren verwendete Züchtungen zufällig dieselben Eigenschaften
aufweisen, wie die aus den Laboren der Konzerne. Das wird sich mit
Sorten aus neuer Gentechnik, die derzeit eindeutig patentfähig sind,
massiv verstärken. Die Bäuer:innen werden damit der internationalen
Agrarindustrie ausgeliefert. Minister Totschnig und Ministerin
Schumann müssen sich auf EU-Ebene eindeutig gegen die Deregulierung
der Neuen Gentechnik und für ein wirksames Verbot von Patenten auf
Tiere und Pflanzen einsetzen.“, fordert die Landwirtschaftssprecherin
der Grünen.

Voglauer ist überzeugt: „Gentechnik-freie und biologische
Landwirtschaft ist die nachhaltige Alternative, mit der die heimische
Lebensmittelproduktion nicht nur gesünder, sondern auch langfristig
resilienter wird. Für eine zukunftsfitte Landwirtschaft in Österreich
brauchen wir mehr Sortenvielfalt und Biodiversität auf lebendigen
Böden, anstatt Monokulturen voll patentierter Hochleistungspflanzen,
die am Spritzmittel-Tropf der Industrie hängen.“