Wien (OTS) – „Die medial kolportierten Machenschaften im Ministerium
von Norbert
Totschnig rund um den Waldbiodiversitätsbericht 2026 zeigen einen
besorgniserregenden Eingriff in die wissenschaftliche Forschung und
sind ein Desaster für die Glaubwürdigkeit offizieller Berichte“,
meint Olga Voglauer, Sprecherin der Grünen für Land- und
Forstwirtschaft.
„Dass das BMLUK ein Projektbericht des Bundesforschungszentrums
Wald und der BOKU nach Veröffentlichung offline nimmt und im
Nachhinein verändert, ist mehr als nur fragwürdig. Es ist schlichtweg
indiskutabel, dass offenbar ganze Kapitel und Passagen inhaltlich
umgeschrieben und Berechnungen verändert wurden, um insbesondere den
Zustand von Schutzgebieten schön zu rechnen“, sagt Voglauer.
„Damit schadet das BMLUK nicht nur der Reputation unabhängiger
wissenschaftlicher Forschung und Institutionen, es setzt auch die
Glaubwürdigkeit offizieller Berichte und Daten aufs Spiel. Obendrein
sorgt Forstminister Totschnig mit solchen Zahlenspielen dafür, dass
notwendige Maßnahmen zur Verbesserung des Waldzustands und der
Schutzgebiete eingespart werden – einem Umweltminister müsste das die
Zornesröte ins Gesicht treiben“, sagt Voglauer und sieht hier einigen
Erklärungsbedarf: „Wir Grüne werden zu den kolportierten Vorgängen
rund um den Waldbiodiversitätsbericht eine parlamentarische Anfrage
an Minister Totschnig einbringen. Er soll erklären, was und wieso
hier von wem nachträglich geschönt und geändert wurde und den
ursprünglichen Bericht der Expert:innen veröffentlichen.“