Voglauer/Grüne: Anhaltende Dürre gefährdet Lebensmittelversorgung

Wien (OTS) – „Die Prognosen der Hagelversicherung sind alarmierend.
Und das
Problem reicht weit über Österreich hinaus. Wenn weite Teile Europas
gleichzeitig unter Dürre und Ernteausfällen leiden, steigt das Risiko
für unsere Lebensmittelversorgung massiv. Dann können wir fehlende
Ernten nicht einfach durch Importe ersetzen“, warnt Olga Voglauer,
Landwirtschaftssprecherin der Grünen.

„Dieser Sommer ist kein Ausreißer. Dürre, Hitze und
Wasserknappheit werden unsere Landwirtschaft dauerhaft prägen. Wer
unsere bäuerlichen Betriebe und unsere Lebensmittelversorgung
schützen will, muss deshalb jetzt vorsorgen. Klimaschutz und
Klimawandelanpassung sind die wichtigste Versicherung für unsere
Landwirtschaft.“

Besonders besorgniserregend sei, dass die Bundesregierung die
Risiken längst kenne, sagt Voglauer weiter: „Die im April
präsentierte Studie zur ‚Nationalen Reserve‘ warnt ausdrücklich
davor, dass bereits ein zweites Dürrejahr für Österreichs
Versorgungssicherheit kritisch werden kann. Der Minister kennt diese
Studie und dennoch fehlt bis heute eine Antwort darauf, wie unsere
Landwirtschaft und Lebensmittelversorgung krisenfester werden sollen.
Totschnig darf diese Warnungen nicht länger ignorieren.“

Für Voglauer ist klar, dass es jetzt mehr braucht als
kurzfristige Hilfsmaßnahmen: „Unsere Landwirtschaft muss sich an den
Klimawandel anpassen und weiterentwickeln. Wir brauchen mehr
biologische und vielfältige Bewirtschaftung, gesunde Böden mit hoher
Wasserspeicherfähigkeit, einen konsequenten Wasserrückhalt in der
Landschaft sowie endlich ein Wasserregister, um transparent zu
erfassen, wo wie viel Wasser verfügbar ist und verbraucht wird.“

„Wer jetzt die Lösung in hitzeresistenten Sorten sucht und die
Debatte darauf verengt, verkennt das Ausmaß des Problems.
Monokulturen haben ausgedient. Wir müssen weg von einseitigen
Systemen und uns stärker an den Prinzipien der Biolandwirtschaft
orientieren, die Vielfalt, Bodengesundheit und Resilienz in den
Mittelpunkt stellt“, fordert Voglauer.