Wien (OTS) – Die VÖPE – Vereinigung Österreichischer
Projektentwickler nimmt das
von der Bundesregierung angekündigte sogenannte „Wohnbaupaket“ mit
Verwunderung zur Kenntnis. „Obwohl zahlreiche kostengünstige und
budgetneutrale Lösungen für leistbares Bauen längst am Tisch liegen,
werden diese offenbar ignoriert“, zeigt sich VÖPE-Präsident Andreas
Köttl irritiert. Mit diesem solle laut einem Bericht der Tageszeitung
KURIER vom 7. Juni 2026 „der Abruf von Bundesmitteln für den
geförderten Wohnbau erleichtert werden“.
„Der Vorschlag ist gut gemeint, aber (k)ein Tropfen auf dem
heißen Stein, denn Projektentwicklung braucht in erster Linie stabile
Rahmenbedingungen“, so Köttl weiter. „Ständige Markteingriffe, wie
zuletzt durch komplizierte Mietenregelungen, schaffen hausgemachte
Unsicherheit, verringern damit das Angebot und führen letztlich
unweigerlich zu steigenden Preisen – und zwar sowohl im gewerblichen
als auch im gemeinnützigen Bereich.“
Zwtl.: Wohnbau ist gemeinsame Aufgabe der gewerblichen und der
gemeinnützigen Wohnungswirtschaft.
Mehrfach hat die VÖPE, zu deren Mitgliedsunternehmen die
wichtigsten und größten Projektentwickler der Branche zählen,
Lösungsvorschläge präsentiert, die bei konsequenter Umsetzung ohne
zusätzliche Budgetmittel möglich sind und von denen alle Menschen in
Österreich profitieren:
– Bestand mobilisieren: Reform des Wohnungseigentumsrechts,
Nachverdichtung statt Neuversiegelung, sowie eine Novellierung des
Bauträgervertragsgesetz (BTVG) in Hinblick auf erleichterte
Gebäudesanierungen.
– Verfahren beschleunigen: „Fast Lanes“ für klimagerechtes Bauen
sowie eine spürbare Vereinfachung und Vereinheitlichung der
Bauvorschriften.
– Gläserner Akt und Digitalisierung: Dadurch können auch
Änderungen in internen Ablaufprozessen der Behörden effektiver
umgesetzt werden.
Diese, und weitere Lösungen hat die VÖPE in der Vergangenheit
bereits detailliert und beschlussfertig ausgearbeitet. „Gerne stehen
wir auch weiterhin mit der Expertise all unserer Mitgliedsunternehmen
für rasche, budgetneutrale Lösungsvorschläge zur Verfügung“, so Köttl
abschließend.