Schönheit

VKI: Smoothie-Maker und Standmixer – Gute Qualität auch für kleinen Preis

Wien (OTS) – Im Mittelpunkt eines Tests, den der Verein für
Konsumenteninformation
(VKI) gemeinsam mit internationalen Verbraucherorganisationen
durchgeführt hat, stand die Zubereitungsqualität von 97 Standmixern
und 53 Smoothie-Makern. Kein einziges Gerät schnitt schlechter als
„durchschnittlich“ ab. Überprüft wurden unter anderem die
Zubereitungsqualität, die Handhabung und die Geräuschentwicklung. In
diesen Kategorien zeigten sich die größten Unterschiede. Bei der
Verarbeitungsqualität konnten hingegen nahezu alle Geräte punkten,
bei der Sicherheit gab es keinerlei Beanstandungen. Deutliche
Unterschiede zeigen sich beim Preis: Bei den „guten“ Standmixern
reicht die Preisspanne von 50 bis 285 Euro, bei den „guten“ Smoothie-
Makern von 30 bis 130 Euro. Details zum Test gibt es ab heute in der
November-Ausgabe der Zeitschrift KONSUMENT und auf
www.vki.at/smoothie-maker-2026 .

Standmixer: Wattzahl nicht entscheidend

Standmixer verfügen über einen größeren Mixbehälter als Smoothie-
Maker und sind für unterschiedliche Zubereitungsaufgaben konzipiert.
Untersucht wurde unter anderem, wie gut die Geräte Smoothies,
Bananeneis aus gefrorenen Früchten („Nice Cream“), Palatschinkenteig
und Babybrei zubereiten sowie Eiswürfel zerkleinern. Die Geräte
unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit,
sondern auch in Größe, Gewicht und Ausstattung erheblich. „Der Test
zeigt, dass hohe Leistungswerte allein noch keine Garantie für gute
Mixergebnisse sind. Entscheidend ist vielmehr, wie effizient Motor,
Messersystem und Behältergeometrie zusammenarbeiten“, betont VKI-
Projektleiterin Birgit Beck.

Schwachpunkt Reinigung

Ein wichtiger Alltagsfaktor ist die Reinigung. „Zwar können bei
vielen Geräten zumindest einzelne Komponenten in der Spülmaschine
gereinigt werden, doch nicht immer gilt das auch für die
Messereinheiten“, so Birgit Beck. „Gerade feste Messersysteme oder
schwer zugängliche Ecken erhöhen den Reinigungsaufwand zum Teil
deutlich.“

Smoothie-Maker: Platzsparend und leicht

Smoothie-Maker sind deutlich kompakter als klassische Standmixer.
Charakteristisch für diese Geräte ist zudem die Verwendung von
Trinkbechern anstelle klassischer Mixbehälter. 47 der 53 getesteten
Modelle setzen auf dieses Konzept. Nach dem Mixen wird lediglich die
Messereinheit entfernt und durch einen Trinkdeckel ersetzt. Am
häufigsten kommen Becher mit einem Fassungsvermögen von 600
Millilitern zum Einsatz. Für manche Modelle sind Becher in mehreren
Größen erhältlich.

„Die größten Probleme zeigten sich in dieser Gerätekategorie bei
der Herstellung von Eis aus gefrorenen Früchten“, erläutert Birgit
Beck. „Wesentlich überzeugender waren die Ergebnisse bei der
eigentlichen Kernaufgabe der Geräte: der Zubereitung von Obst-Gemüse-
Smoothies.“ Vier Modelle erreichten ein „sehr gutes“ und 25 ein
„gutes“ Ergebnis.

Standmixer versus Smoothie-Maker

„Smoothie-Maker sind ideal für Einzelportionen, Proteinshakes und
klassische Obst-Gemüse-Smoothies. Ihre Vorteile sind die kompakte
Bauweise, das geringe Gewicht und die meist einfache Reinigung“,
resümiert Projektleiterin Birgit Beck. „Wer jedoch regelmäßig
gefrorene Früchte verarbeitet, Eis zerkleinern oder möglichst
vielseitig arbeiten möchte, stößt mit vielen Modellen rasch an
Grenzen. Gerade bei anspruchsvollen Aufgaben liegen die größeren
Standmixer häufig deutlich vorn.“

Die Preisspanne der getesteten Geräte reicht von 27 Euro bis 219
Euro bei den Smoothie-Makern und von 26 Euro bis 949 Euro bei den
Standmixern. In beiden Gerätekategorien konnten auch zahlreiche
günstigere Modelle punkten: „Gute“ Smoothie-Maker sind bereits ab 30
Euro, „gute“ Standmixer ab 50 Euro erhältlich. Getestet wurden unter
anderem Modelle der Marken Bosch, Braun, KitchenAid, Moulinex,
NutriBullet, Ninja, Philips, Tefal und WMF.

„Baustelle“ Reparaturfreundlichkeit

Die Reparaturfreundlichkeit und die Verfügbarkeit austauschbarer
Ersatzteile wurden stichprobenartig bei 24 von 97 Standmixern und bei
21 von 53 Smoothie-Makern geprüft. Das Ergebnis fällt eindeutig aus:
Alle Modelle der Stichprobe wurden sowohl bei der
Reparaturfreundlichkeit als auch bei der Verfügbarkeit austauschbarer
Ersatzteile mit „nicht zufriedenstellend“ bewertet.

Wie gesund sind Obst-Gemüse-Smoothies?

„Obst-Gemüse-Smoothies können zu einer ausgewogenen Ernährung
beitragen, sind aber kein gleichwertiger Ersatz für den Verzehr von
frischem Obst und Gemüse“, erklärt Ernährungswissenschafterin Birgit
Beck. „Smoothies sättigen oft weniger und können je nach Obstanteil
relevante Mengen an Zucker enthalten. Zudem werden sie häufig
zusätzlich zu den üblichen Mahlzeiten konsumiert. Dennoch sind
selbstgemachte Smoothies eine gute Alternative zu Fertigprodukten,
insbesondere, wenn frisches Obst und Gemüse verwendet und auf
zugesetzten Zucker verzichtet wird. Je höher der Gemüseanteil,
insbesondere an Blattgemüse, desto besser.“ Beck rät, höchstens eine
der täglich empfohlenen fünf Obst- und Gemüseportionen durch einen
Smoothie zu ersetzen.

„Auch Fruchtjoghurts oder Nice Cream lassen sich einfach aus
frischen bzw. gefrorenen Früchten zubereiten. Wer auf zugesetzten
Zucker verzichtet, kann so den Zuckergehalt besser kontrollieren.
Zudem lässt sich bei der eigenen Zubereitung auf Zusatzstoffe
verzichten“, so Beck abschließend.

SERVICE: Die ausführlichen Testergebnisse gibt es ab 29.10.2026
in der November-Ausgabe der Zeitschrift KONSUMENT und auf
www.vki.at/smoothie-maker-2026 .