Wien (OTS) – Gefüllte Pasta aus dem Kühlregal gilt als schnelle
Mahlzeit im
Alltag. Doch wie empfehlenswert ist der Griff zu diesem Convenience-
Produkt? Im Zuge des Testformats Etiketten:Check hat der Verein für
Konsumenteninformation (VKI) 40 Pasta-Produkte aus dem Supermarkt
hinsichtlich Zusammensetzung, Nährwerte, Verarbeitungsgrad und
Verbraucherfreundlichkeit der Verpackung geprüft. 15 der 40 Produkte
erhielten eine „gute“ Bewertung, 23 wurden „durchschnittlich“, 2 mit
„weniger zufriedenstellend“ bewertet. Lange Zutatenlisten und ein
hoher Verarbeitungsgrad zeigen dabei ein durchgängiges Muster.
Tendenziell schnitten Eigenmarken besser ab als Markenprodukte. Die
Ergebnisse gibt es online auf www.vki.at/gefuellte-pasta-2026 .
Überprüft wurde Pasta mit Füllungen aus Spinat, Ricotta, Fleisch
oder Pilzen, sowie regionale Klassiker wie Kärntner Kasnudeln. Über
alle Gruppen hinweg zeigt sich, dass Eigenmarken tendenziell besser
abschneiden als Markenprodukte. Die besten Plätze im Test erzielten
drei fleischlose Produkte: Chef Chef Select (Kärntner Kasnudeln sowie
Ricotta Spinat-Nudeln) und Simply Good (Tortelloni Ricotta und Spinat
). Zwei Produkte erhielten – unter anderem wegen mangelnder
Verbraucherfreundlichkeit der Verpackung – ein „weniger
zufriedenstellend“. So war etwa die Schrift schwer lesbar, da sie zu
klein oder verschwommen war bzw. wurden enthaltene Allergene weniger
deutlich hervorgehoben als bei anderen Herstellern.
„Die Zutatenliste ist bei vielen Produkte oft sehr lang“, so VKI-
Ernährungswissenschafterin Nina Eichberger. „Neben klassischen
Zutaten wie Hartweizengrieß, Eiern oder Käse werden regelmäßig auch
Aromen, Süßmolkenpulver oder verschiedene Zusatzstoffe eingesetzt.“
Im Test schnitten Produkte mit kürzeren Zutatenlisten, ohne
zugesetzte Aromen oder Zusatzstoffe, tendenziell besser ab.
Beim Nutri-Score wurden die überprüften Produkte überwiegend mit
C, teilweise mit D bewertet. „Gefüllte Pasta ist damit zwar eine
praktische, ernährungsphysiologisch aber meist nicht besonders
ausgewogene Wahl – vor allem in Hinblick auf den relativ hohen Anteil
an Kohlenhydraten, Salz und Fett“, betont Nina Eichberger. „Als
gelegentliche Mahlzeit zwischendurch kann gefüllte Pasta eine Option
sein, idealerweise sollte sie aber mit einer Gemüsebeilage oder einem
Salat kombiniert werden.“ Rund zwei Drittel der überprüften Produkte
sind zudem als „sehr hoch verarbeitet“ einzustufen, da sie diverse
Zusatzstoffe oder Aromen enthalten.
Kritisch hervorzuheben ist für die Ernährungswissenschafterin,
dass viele Hersteller nicht angeben, aus welcher Haltungsform die
verwendeten Eier stammen. „Für viele Konsument:innen ist das jedoch
eine wichtige Kaufentscheidung. Klar deklarierte Herkunftsangaben der
Rohstoffe bieten mehr Transparenz und können ein Qualitätsmerkmal
sein“, so Nina Eichberger abschließend.
SERVICE: Die ausführlichen Testergebnisse gibt es online auf
www.vki.at/gefuellte-pasta-2026 .