Schönheit

Vienna Connect in Budapest

Wien (OTS) – Die Internationalen Büros der Stadt Wien, ein
Unternehmen der Wien
Holding, organisierten am 30. September in Zusammenarbeit mit der
Stadt Budapest die Konferenz „Women & the City – Genderperspektiven
in der Stadtentwicklung“. Expert*innen, Entscheidungsträger*innen,
Wissenschaftler*innen, Vertreter*innen von Kommunalverwaltungen sowie
zivilgesellschaftliche Organisationen diskutierten, wie eine
Stadtentwicklung gelingen kann, die unterschiedliche Perspektiven
einbezieht und Städte schafft, die sicherer, gerechter und inklusiver
für alle Menschen sind. Denn davon profitieren alle Stadtbewohner*
innen.

Die Konferenz fand im Rahmen des Budapester Demokratiefestivals
statt. Einen wichtigen Meilenstein bildete dabei auch die Ankündigung
der Absicht Budapests, dem europäischen Städtenetzwerk FemCities
beizutreten. Zuvor hatte die Budapester Stadtversammlung am 25.
September dem Beitritt zugestimmt. Die Initiative zum Beitritt war
vom Internationalen Büro der Stadt Wien in Budapest ausgegangen.
FemCities fördert den internationalen Austausch kommunaler Good
Practices und die Zusammenarbeit zwischen Städten mit dem Ziel, die
Gleichstellung der Geschlechter voranzutreiben und die Lebensqualität
von Frauen nachhaltig zu verbessern.

Zwtl.: Mehr gendersensible Stadtplanung – mehr Lebensqualität

Die Podiumsdiskussionen am Vormittag widmeten sich der
geschlechtersensiblen Stadtplanung, der praktischen Umsetzung von
Gender Budgeting und Gender Mainstreaming sowie der Beteiligung von
Frauen an gesellschaftlichen und kommunalpolitischen
Entscheidungsprozessen. Elke Hanel-Torsch, Amtsführende Stadträtin
für Wohnen, Wohnbau, Stadterneuerung und Frauen der Stadt Wien,
unterstrich in ihrer Rede die Bedeutung eines breiten
gesellschaftlichen Rückhalts: „Wenn wir mit unseren Maßnahmen für
eine frauengerechte Stadt erfolgreich sein wollen, müssen wir die
gesamte Bevölkerung überzeugen. Und genau das tun wir.“ Auch der
Budapester Oberbürgermeister Gergely Karácsony betonte diesen Aspekt
in seiner Eröffnungsrede: „Wir unterstützen in Budapest alle
Initiativen, die einen konkreten Beitrag dazu leisten, dass sich
Frauen in der Stadt wohler und sicherer fühlen und sich dadurch auch
das Wohlbefinden der gesamten Gesellschaft verbessert.“

Den Teilnehmer*innen wurden konkrete Ansätze und Erfahrungen der
beiden Städte vorgestellt. Etwa die ersten Frauenversammlungen
Europas, die in zwei Budapester Bezirken ins Leben gerufen wurden,
oder Projekte für nachhaltiges Wirtschaften und Kreislaufwirtschaft.
Wie unterschiedliche Perspektiven stärker in kommunale Planungs- und
Entscheidungsprozesse einfließen können, wurde in den Panels am
Vormittag diskutiert und am Nachmittag in geschlossenen Workshops
weiter vertieft.

Zwtl.: Frauen in der urbanen Wirtschaft

Die Rolle der Stadt als Arbeitgeberin und Akteurin der
Chancengleichheit bildete einen weiteren thematischen Schwerpunkt der
Konferenz. „Frauen mit den benötigten Fähigkeiten und Kenntnissen
auszustatten und ihnen gleichberechtigte Chancen zu ermöglichen, ist
ein entscheidender Faktor für die positive Weiterentwicklung der
Wirtschaft in europäischen Metropolen.“ betonte Vizebürgermeisterin
Barbara Novak. Konkrete Tipps für Frauen, die ein Unternehmen gründen
wollen, gab es beim Sideevent „Unlocking the power of the female
economy“ der Wirtschaftsagentur Wien und der Female Founders. Expert*
innen Vertreter*innen von Wirtschaftsagenturen und Handelskammern
sowie Unternehmerinnen aus Wien und Budapest analysierten aktuelle
Herausforderungen für Frauen in Führungspositionen und innovative
Ansätze. Die Konferenz bot Raum für den Austausch über nationale und
internationale Erfahrungen, erfolgreiche Ansätze sowie Möglichkeiten
für neue Kooperationen.

Zwtl.: Vienna Connect

Mit Vienna Connect initiieren die Internationalen Büros im
Auftrag der Stadt Wien ein flexibles, dynamisches Format zur
internationalen Positionierung Wiens als Innovations- und
Wirtschaftsstandort. Wiener Expert*innen bringen ihre Expertise dort
ein, wo sich relevante Diskurse entwickeln – bei internationalen
Konferenzen, in strategischen Netzwerken und im direkten Austausch
mit Partnerstädten. Das Format versteht sich dabei als Plattform:
themenoffen, dialogorientiert und wandlungsfähig. Damit setzt Wien
Impulse, vertieft bestehende Kooperationen und baut neue Verbindungen
auf.

Zwtl.: Stadt Wien Internationale Büros: Wiens Brücke nach Europa

Die Stadt Wien arbeitet mit ihren Nachbarstädten in verschiedenen
Bereichen zusammen, mit dem Ziel, einen nachhaltigen politischen
Dialog sowie gemeinsame Lösungen in einem vernetzten Wirtschaftsraum
zu entwickeln. Die Internationalen Büros der Stadt Wien sind seit 1.
Jänner 2016 als Unternehmen der Wien Holding für die internationale
Positionierung Wiens als europäische Drehscheibe für den Dialog, für
„Government2Government“-Projekte sowie für die Öffentlichkeitsarbeit
der Stadt Wien in Belgrad, Berlin, Budapest, Krakau, Ljubljana, Prag,
Sarajevo, Sofia und Zagreb verantwortlich. Aufgrund der geografischen
Nähe werden die Verbindungen zu Bratislava direkt von Wien aus
gepflegt. In diesem Jahr kommt dieser langjährigen Zusammenarbeit
eine besondere Bedeutung zu: Die Internationalen Büros der Stadt Wien
feiern ihr 30-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum wurde auch in
Budapest gemeinsam begangen – im Rahmen von Vienna Connect und im
Zeichen des langjährigen Austauschs und der engen Zusammenarbeit
zwischen Wien und Budapest.