vida-Hebenstreit zu Zugsunglück in Garmisch-Partenkirchen: „Verantwortung muss dort getragen werden, wo sie bezahlt wird“

Wien (OTS) – In einer Reaktion auf den internen Bericht der Deutschen
Bahn zum
Zugsunglück in Garmisch-Partenkirchen im Jahr 2022, der die
Verantwortlichkeiten bei Vorstandsmitgliedern der damaligen DB Netz
sieht, sagt Roman Hebenstreit, Vorsitzender der Verkehrsgewerkschaft
vida, dass er diese Tragödie zutiefst bedauere und das angekündigte
juristische Vorgehen gegen die ehemaligen Vorstandsmitglieder
begrüße. „Verantwortung muss dort getragen werden, wo sie bezahlt
wird“, betont Hebestreit.

„Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen“, so
Hebenstreit weiter: „Dieses schreckliche Unglück war, wie nun auch
intern bestätigt wurde, vermeidbar. Es ist eine bittere Erkenntnis,
dass menschliches Versagen und systematische Mängel in der
Vergangenheit zu dieser Katastrophe geführt haben.“

Das nun geplante juristische Vorgehen der Deutschen Bahn gegen
ihren ehemaligen Vorstand bezeichnet der vida-Vorsitzende als
„interessant und vorbildlich“: „Die jahrelange Praxis, bei
Missständen oder gar Unglücken die Verantwortung primär beim
betrieblichen Personal zu suchen, muss enden. Das Vorgehen der
Deutschen Bahn zeigt, dass die Kette der Verantwortung vor allem nach
oben reicht. Wer das große Gehalt bekommt, muss auch die große
Verantwortung übernehmen. Es ist längst überfällig, dass diese
Verknüpfung nicht nur auf dem Papier, sondern auch in den
Konsequenzen sichtbar wird. Wir werden diesen Prozess genau
beobachten“, betont Hebenstreit.

Für die Gewerkschaft vida ist klar, dass nachhaltige
Sicherheitsmaßnahmen nur dann greifen können, wenn die gesamte
Führungsebene konsequent in die Pflicht genommen wird. „Die
Sicherheit der Beschäftigten und der Reisenden muss absolute
Priorität haben“, bekräftigt Hebenstreit.