UNOS: „Die Zahlen sind ein Weckruf. Die Wirtschaftskammer muss jetzt handeln.“

Wien (OTS) – Die heute veröffentlichten Umfragewerte* zur WKO-
Pflichtmitgliedschaft zeigen deutlich, wie massiv das Vertrauen in
die Wirtschaftskammer beschädigt ist. Für UNOS – Unternehmerisches
Österreich ist klar: Die Debatte dreht sich längst nicht mehr nur um
einzelne Fehlentscheidungen, sondern um ein strukturelles
Vertrauensproblem.

„Wenn 60 Prozent der Menschen ein Ende der Pflichtmitgliedschaft
befürworten – und selbst unter ÖVP-Wählerinnen und Wählern mehr
dagegen als dafür sind –, dann ist das kein Stimmungsbild mehr,
sondern ein Weckruf“, betont UNOS Bundessprecher Michael Bernhard.
„Die Kammer muss endlich erkennen: Wer aus Zwangsbeiträgen finanziert
wird, hat eine besondere Verantwortung gegenüber seinen Mitgliedern.
Dieses Vertrauen wurde verspielt – und muss jetzt aktiv
zurückgewonnen werden.“

UNOS fordern daher eine echte, tiefgehende Reform, die sich an
den Bedürfnissen der Unternehmen orientiert und nicht an
parteipolitischen Machtstrukturen. Konkret geht es um:

– Halbierung der Gehaltserhöhungen auf 2,1 % (ohne nachträgliche
Erhöhung)

– Bestätigung der angekündigten Rücknahme der
Funktionsentschädigungen und Sicherstellung, dass keine weiteren
Erhöhungen erfolgen

– Start eines echten Reformprozesses mit neuer Vergütungslogik

– Transparente Neuregelung der Wählergruppenförderungen

– Senkung der Kammerbeiträge und Rücklagen

– Urabstimmung über die Pflichtmitgliedschaft

„Die Betriebe zahlen, aber sie entscheiden nicht mit. Das muss
sich ändern. Eine moderne Interessenvertretung braucht Transparenz,
Effizienz und echte demokratische Mitbestimmung“, so Bernhard. Die
jetzige Krise sollte als Chance genutzt werden, die Wirtschaftskammer
grundlegend neu aufzustellen und wieder glaubwürdig zu machen.

UNOS – Unternehmerisches Österreich vertreten seit 2014 die
Interessen liberal denkender Unternehmerinnen und Unternehmer und
sind in acht Wirtschaftsparlamenten präsent.

*OGM Umfrage für das ServusTV-Nachrichtenmagazin BLICKWECHSEL,
Quelle: krone.at