Universität Klagenfurt und Joanneum Research vertiefen Kooperation

Klagenfurt (OTS) – Die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und die
Joanneum Research
haben ihre Zusammenarbeit in der Robotik-Forschung mit einem
Kooperationsvertrag weiter vertieft. Damit setzen zwei starke
Kärntner Forschungseinrichtungen ein gemeinsames Zeichen für den
Ausbau von Innovation, Ausbildung und regionaler Wertschöpfung. Die
Details dazu wurden heute, Dienstag, bei einer Pressekonferenz in
Klagenfurt präsentiert. Im Zentrum der Kooperation stehen gemeinsame
Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Bereich Robotik und
künstliche Intelligenz. Ziel ist es, Synergien zwischen angewandter
Forschung und universitärer Lehre zu nutzen, die einen direkten
Nutzen für Studierende, Unternehmen und die Wettbewerbsfähigkeit des
Standorts Kärnten bedeuten.

Technologiereferentin LHStv.in Gaby Schaunig betonte: „Robotik
und künstliche Intelligenz zählen zu den Schlüsseltechnologien
unserer Zeit und Kärnten hat das Potenzial, hier eine führende Rolle
einzunehmen. Die vertiefte Kooperation zwischen der Universität
Klagenfurt und Joanneum Research ist ein starkes Signal für den
Forschungsstandort Kärnten und zeigt, wie wirkungsvoll wir unsere
Stärkefelder Innovation und Kooperation miteinander verbinden können.
Durch die enge Verknüpfung von universitärer Lehre, angewandter
Forschung und moderner Infrastruktur – insbesondere am Standort
Lakeside Park – steigern wir die internationale Sichtbarkeit Kärntens
als Zentrum für Robotik-Exzellenz. Gleichzeitig entstehen neue
Chancen für Spin-offs, industrielle Partnerschaften und nachhaltige
Wertschöpfung in der Region.“

Die Zusammenarbeit wird durch eine neu geschaffene
Brückenfunktion institutionell verankert: Christian Oswald hat die
Leitung des Instituts ROBOTICS bei Joanneum Research inne. Hubert
Zangl, Institutsvorstand am Institut für Intelligente
Systemtechnologien der Universität Klagenfurt, übernimmt die
wissenschaftliche Leitung und schlägt in dieser Rolle die Brücke zur
Universität. Im Gegenzug bringen die Expertinnen und Experten von
ROBOTICS ihre Expertise in die universitäre Lehre ein. Diese
gegenseitige Anbindung schafft die Grundlage für ein enges
Ineinandergreifen von Forschung, Lehre und Infrastrukturnutzung.
Christian Oswald, Wirtschafts- und Maschinenbauingenieur, befasst
sich bei Joanneum Research mit der Wirtschaftlichkeit innovativer und
experimenteller technischer Lösungen im Bereich flexibler Produktion
und bringt dabei Erfahrung sowohl aus dem industriellen als auch aus
dem Early-Stage-Umfeld ein. Hubert Zangl ist Professor für Sensor-
und Aktortechnik. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit
Sensorik und Aktorik in der Robotik, insbesondere mit der physischen
Interaktion zwischen Robotern, Objekten und Menschen.

Rund um diese Schlüsselpositionen werden studentische
Mitarbeitende und Projektmitarbeitende in gemeinsamen
Forschungsprojekten tätig sein. Die Forschungsstrategien beider
Partner werden aufeinander abgestimmt, um international sichtbare
Kompetenzen zu schaffen und thematische Schwerpunkte gezielt
weiterzuentwickeln. Ressourcen können so effizient genutzt werden.

„In der Robotik stehen wir in einem starken internationalen
Wettbewerb mit Playern, die in ganz anderen Größenordnungen handeln.
Es liegt nun an uns, durch die Kooperation mit Joanneum Research
vorhandene Strukturen miteinander zu verknüpfen, damit wir gemeinsam
stärker werden. Dafür brauchen wir Infrastruktur – in Form von
mittlerweile schon gut ausgebauten Laboren bei Joanneum Research und
an der Universität – und Personal. In den letzten Jahren ist es uns
gelungen, einen stark nachgefragten Bachelorlehrgang in der Robotik
aufzubauen. Nun wollen wir auch mit einem Masterstudiengang einen
stärkeren Fokus auf die Robotik legen und unser Angebot sichtbarer
machen. Gleichzeitig entstehen durch gemeinsame Projekte attraktive
Karrierepfade für Absolvierende in Forschung und Industrie – direkt
vor Ort in Kärnten“, erklärte Ada Pellert, Rektorin der Universität
Klagenfurt.

Heinz Mayer, Geschäftsführer der Joanneum Research betonte: „Es
ist uns in den letzten Jahren gelungen, das Institut ROBOTICS in
Klagenfurt auf die grüne Wiese zu starten und erfolgreich zu
etablieren. Die enge Anbindung an die Universität Klagenfurt stärkt
unsere strategische Ausrichtung und verbessert unsere Position bei
der Akquisition von nationalen und internationalen
Forschungsprojekten. Der Wettbewerb um Fördergelder und
qualifiziertes Personal wird stetig intensiver. Neben innovativen
Robotik-Anwendung im industriellen Umfeld werden in Zukunft
Entwicklungen im Zusammenhang mit Robotik-Steuerung und KI eine
wesentliche Rolle spielen. Im Rahmen der neuen Kooperation können wir
unsere Forschung gezielt weiterentwickeln und gleichzeitig regionale
Unternehmen bei der digitalen Transformation unterstützen.“

Die JOANNEUM RESEARCH ist Innovations- und Technologieanbieter im
Bereich der angewandten Forschung. Als Forschungsgesellschaft der
Länder und Regionen prägt sie mit ihren Forschungskompetenzen die
Entwicklung unserer modernen Gesellschaft und Wirtschaft nachhaltig
und menschenzentriert. Als multidisziplinäres Team in flexiblen,
innovationsfreundlichen Strukturen lebt sie höchste gesellschaftliche
und wissenschaftliche Ansprüche.

Die Universität Klagenfurt hat sich seit ihrer Gründung im Jahr
1970 als tragende Stimme im Kanon der österreichischen Universitäten,
als global vernetzte Forschungsinstitution und als Drehscheibe für
Wissenserwerb, Wissensaustausch und Wissenstransfer in der gesamten
Alpen-Adria-Region etabliert. Mehr als 13.300 Studierende lernen und
forschen an der Universität Klagenfurt, rund 3.000 davon kommen aus
dem Ausland. Die Universität Klagenfurt hat zahlreiche
Schwerpunktfelder über alle Fakultäten und Zentren hinweg entwickelt.
Ihre Forschungsstärkefelder sind „Digital Health“, „Multiple
Perspectives in Optimization“ und „Vernetzte und autonome Systeme“,
wobei insbesondere letztere zum Forschungsfeld der Robotik beitragen.

(Schluss)