Unabhängige Gewerkschafter:innen: Nein zum Aufschnüren des Gehaltsabschlusses!

Wien (OTS) – Mit großer Sorge beobachtet die UGÖD (Unabhängige
GewerkschafterInnen
im Öffentlichen Dienst) die aktuellen Aussagen rund um den bereits
vertraglich fixierten zweijährigen Gehaltsabschluss im Öffentlichen
Dienst. Die Möglichkeit, dass bereits vereinbarte Ergebnisse
aufgeschnürt werden könnten, ist nicht nur ein
sozialpartnerschaftlicher Tabubruch, sondern ein Schlag ins Gesicht
all jener, die tagtäglich für das Funktionieren unseres Gemeinwesens
sorgen.

Seit Jahren wird der Öffentliche Dienst kaputtgespart. Aufnahme-
und Pragmatisierungsstopps haben zu einer chronischen Unterbesetzung
in allen Bereichen des Öffentlichen Dienstes geführt, was die
verbliebenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zwingt, konstant über
ihre Belastungsgrenzen hinauszugehen. Die damit verbundenen
Mehrleistungen, um Qualität und Angebotsdichte aufrechtzuerhalten,
wurden oft still und zumeist ohne öffentliche Anerkennung erbracht.
Nun ist diese Mehrbelastung nicht mehr tragbar.

Das Aufmachen des Gehaltsabschlusses würde einen massiven
Vertrauensbruch bedeuten, vor dem Hintergrund, dass von der
Bundesregierung für 2027 und 2028 Nulllohnrunden für den Öffentlichen
Dienst im vorlagepflichtigen Budgetpfad nach Brüssel gemeldet wurden.
Zusagen, die unter fairen Bedingungen getroffen wurden, dürfen nicht
nachträglich gebrochen werden.

Dies wäre ein Zeichen mangelnder Wertschätzung gegenüber jenen, die
das Rückgrat unseres Staates bilden – von der Pflege über die Bildung
und Sicherheit bis zur Verwaltung.
Sabine Hammer, Tel 06645293812
Ingo Hackl, Tel 06766298487
Vorsitzende der UGÖD