Wien (OTS) – Dieser Winter ist der härteste Kriegswinter seit
Ausbruch des
Krieges. Im Angriffskrieg zerstört Russland gezielt die
Energieinfrastruktur. Strom und Wärme fallen aus, die extreme Kälte
setzt den zermürbten Menschen immer mehr zu.
Die Belastungen für die Zivilbevölkerung und auch für die
Mitarbeiter:innen von Hilfsorganisationen werden immer größer. Häuser
und Infrastruktur sind zerstört. Fehlende Grundversorgung ist die
Folge. Laut OCHA sind in der Ukraine bereits 10,8 Millionen Menschen
auf humanitäre Hilfe angewiesen.
Zwtl.: Zerreißprobe psychische Belastungen
Die Zivilbevölkerung ist wiederholten Raketen- und
Drohnenangriffen ausgesetzt. Beinahe 3,7 Millionen Menschen sind
innerhalb des Landes auf der Flucht, die meisten bereits seit mehr
als zwei Jahren. Auch die Zahl der zivilen Opfer erhöhte sich 2025 im
Vergleich zum Vorjahr dramatisch.
Schulen sind teilweise seit Jahren geschlossen. Riesige
Bildungsdefizite sind die Folge. Das Fehlen von Alltagsstruktur und
Sozialkontakten hat, zusätzlich zum Kriegsalltag, massive
Auswirkungen auf die Psyche. Kinder leiden unter Angstzuständen,
Schlafstörungen, Gereiztheit und Konzentrationsschwierigkeiten.
Zwtl.: Psychologische Unterstützung für Kinder und Angehörige
„Je länger der Kriegszustand andauert, desto mehr Menschen
erleiden Traumata. Täglich erreichen die Organisationen vor Ort
Anfragen von Trauernden, die mit den Folgen ihres Verlustes zu
kämpfen haben“, berichtet Katharina Lehner, Bereichsleiterin der
Diakonie Katastrophenhilfe.
Die Diakonie Katastrophenhilfe stellt psychologische
Unterstützung für Kinder und Angehörige von Gefallenen,
Kriegsgefangenen und Vermissten zur Verfügung. „Lehrkräfte und
Psycholog:innen erhalten Schulungen im Umgang mit belasteten und
traumatisierten Kindern. Auch Angehörige bekommen Unterstützung. So
können die Menschen mit den Belastungen besser umgehen“, erklärt
Katharina Lehner.
Rodin (7) wächst im Krieg auf. Im September 2024 hat die
Druckwelle einer Rakete alle Fenster zerschmettert. Seine Mutter und
sein kriegsversehrter Vater konnten ihn und seinen Bruder in
Sicherheit bringen, aber jeder neue Luftangriff reißt Rodin in einen
Ausnahmezustand. Er hat panische Angst und kann sich nicht beruhigen.
Seit er durch die Hilfe der Diakonie regelmäßig eine Logopädin
und eine Psychologin besuchen kann, ist es besser. Er hat vorsichtig
begonnen, über seine Ängste zu sprechen. Bis heute wird Rodin
unruhig, wenn es wieder losgeht. Aber jetzt weiß seine Familie, was
zu tun ist: Seine Mutter setzt ihm Kopfhörer mit Musik auf, nimmt ihn
in die Arme und hält ihn fest. So wird er ruhiger. Auch, wenn die
Angst immer noch da ist.
Zwtl.: Die Diakonie Katastrophenhilfe braucht dringend Spenden, um
weiterhin helfen zu können
Diakonie Katastrophenhilfe | IBAN: AT85 2011 1287 1196 6333 |
BIC: GIBAATWWXXX | Spenden-Kennwort: Ukraine-Nothilfe | Online
Spenden-Link: https://diakonie.at/ukraine-nothilfe-spenden