Trans*-Rechte sind Menschenrechte: FSG-younion fordert konsequenten Schutz vor Diskriminierung

Wien. (OTS) – Trans*-Sichtbarkeit ist kein Tagesthema, sondern eine
Frage von
Menschenwürde, Gleichberechtigung und sozialer Gerechtigkeit.
Anlässlich des „Transgender Day of Visibility“, dem „Tag der
Transgender*-Sichtbarkeit“, erinnert die FSG-younion daran, dass
Transgender*-Menschen weltweit – und auch in Österreich – nach wie
vor für ihr Recht kämpfen müssen, einfach sie selbst sein zu dürfen.
Trotz rechtlicher Fortschritte, wie der Abschaffung medizinischer
Zwangseingriffe für die rechtliche Anerkennung des Geschlechts, sind
Diskriminierung im Berufsleben, in der Ausbildung, im
Gesundheitssystem und im Alltag für viele Transgender*-Personen
weiterhin bittere Realität. Erschreckend häufig werden sie zudem noch
immer Opfer von Hass und Gewalt.

Für die FSG-younion ist klar: Menschenrechte sind unteilbar. Wer
für starke, qualitativ hochwertige öffentliche Dienste kämpft, kämpft
auch für ein System, das für alle offensteht – auch für Transgender*-
Kolleg:innen, Schüler:innen oder Patient:innen. Unsere
gewerkschaftliche Verantwortung endet nicht an der Tür des Betriebs,
sondern umfasst die solidarische Gestaltung der Gesellschaft – von
Bildung über Gesundheit bis hin zur kommunalen Daseinsvorsorge.

„Trans*-Rechte sind Arbeiter:innenrechte und damit ein
Kernanliegen unserer Gewerkschaftsbewegung“, betont FSG-younion-
Vorsitzender Christian Meidlinger.

Der Rückblick auf diesen Tag zeigt deutlich, dass es mehr
Aufklärung und Sensibilisierung braucht – in Schulen, in den Medien,
in Betrieben, in Einrichtungen der öffentlichen Hand und insbesondere
in Personal- und Führungsstrukturen. Transgender*-Personen haben das
Recht, nicht nur gesehen oder gehört zu werden, sondern als
selbstverständlicher Teil der Gesellschaft und der Arbeitswelt
anerkannt zu sein. Das entspricht nicht nur unseren
gewerkschaftlichen Grundwerten, sondern auch einem modernen,
inklusiven Verständnis öffentlicher Dienste, die allen Menschen
diskriminierungsfrei offenstehen müssen.

„Diversität und Inklusion sind für uns keine Schlagworte, sondern
Grundpfeiler einer gerechten Arbeitswelt. Wenn wir Trans*-
Kolleg:innen schützen und stärken, stärken wir immer auch unsere
gesamte Gemeinschaft. Eine Fraktion, die für Solidarität steht, muss
sichtbar an der Seite all jener stehen, deren Rechte noch immer
infrage gestellt oder eingeschränkt werden“, bekräftigt politischer
Referent für Diversität und Inklusion und FSG-younion-Funktionär
Daniel Waidinger.

Für die FSG-younion ist klar: Eine solidarische, demokratische
Gesellschaft zeigt sich daran, wie sie mit Minderheiten umgeht. Unser
Ziel sind starke, öffentliche und gemeinwohlorientierte Strukturen,
die allen Menschen – unabhängig von Geschlecht, Geschlechtsidentität,
Herkunft oder Einkommen – ein Leben in Würde, Sicherheit und Freiheit
ermöglichen. Der „Transgender Day of Visibility“ mag nur ein Tag im
Jahr sein, seine Botschaft gilt jedoch immer:

„Gleichberechtigung fällt nicht vom Himmel – wir müssen sie
gemeinsam erkämpfen“, so FSG-younion-Bundesgeschäftsführer Erich
Kniezanrek abschließend.