Schönheit

Totschnig bei Weltnaturschutzkonferenz COP17: Gemeinsame Anstrengungen für weltweiten Artenschutz verstärken!

Jerewan (OTS) – Von 19. bis 30. Oktober 2026 findet in der
armenischen Hauptstadt
Jerewan die 17. Konferenz der Vertragsparteien zur Konvention über
die biologische Vielfalt (COP 17) statt. Unter dem Motto „Taking
Action for Nature“ – „Handeln für die Natur“ befassen sich die 196
Vertragsstaaten des UN-Übereinkommens über die biologische Vielfalt (
Convention on Biological Diversity CBD) erstmals mit der Frage, ob
die internationale Staatengemeinschaft auf dem richtigen Weg ist,
ihre 2022 gemeinsam vereinbarten Biodiversitätsziele bis 2030 zu
erreichen. Für Österreich wird Bundesminister Norbert Totschnig am
hochrangigen Tagungssegment, dem Ministertreffen, am 28. und 29.
Oktober teilnehmen. Darüber hinaus nehmen an der Konferenz
Expertinnen und Experten des Umweltministeriums teil.

Bei dem Biodiversitätsübereinkommen handelt es sich nicht um ein
ausschließliches Schutzabkommen, sondern es bezieht explizit die
Nutzung der biologischen Vielfalt durch den Menschen mit ein. Bei der
Umsetzung des Übereinkommens sollen ökologische, ökonomische und
soziale Aspekte ausgewogen berücksichtigt werden.

Österreich unterstützt klaren Fahrplan bis 2030

Im Jahr 2022 haben sich die Vertragsparteien der CBD auf einen
globalen Rahmen für die biologische Vielfalt geeinigt. Dieses
„Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework“ beinhaltet 23 Ziele.
Darunter die Verpflichtung, bis 2030 mindestens 30 Prozent der Land-
und Meeresgebiete als Schutzgebiete auszuweisen. Die Bestandsaufnahme
in Jerewan wird aufzeigen, wo Fortschritte erzielt wurden und in
welchen Bereichen zusätzliche Anstrengungen erforderlich sind. Dafür
wird auf Basis der Einmeldungen der einzelnen Staaten ein Bericht
erstellt und in Jerewan verabschiedet.

„Biodiversität ist kein Luxus, sondern die Grundlage für zentrale
Lebens- und Wirtschaftsbereiche, wie die Land- und Forstwirtschaft
ebenso wie fast alle Unternehmenssektoren. In Österreich sind wir in
vielen Bereichen bereits Vorreiter und wir setzen unsere
Anstrengungen weiter fort. Umso mehr unterstützen wir einen klaren
Fahrplan zu den weltweit notwendigen Maßnahmen bis 2030“,
unterstreicht Landwirtschafts- und Umweltminister Totschnig.

Österreich setzt sich im Rahmen der europäischen Zusammenarbeit
für wirksame und umsetzbare Maßnahmen zum Erhalt der biologischen
Vielfalt ein. Erfolgsentscheidend ist, dass internationale
Vereinbarungen in konkrete Verbesserungen für Arten, Lebensräume und
Ökosysteme münden und die Biodiversität aktiv gestärkt wird.

Für Österreich sind insbesondere der Schutz und die Vernetzung
ökologisch wertvoller Lebensräume und der Erhalt biologischer
Vielfalt wichtig. Gesunde Wälder, Gewässer und alpine Lebensräume
sind unverzichtbar für den Erhalt der Artenvielfalt und die
Widerstands- und Anpassungsfähigkeit gegenüber den Folgen des
Klimawandels.

Die Vertragsstaaten beraten außerdem darüber, wie bestehende
Finanzierungsmechanismen wirksamer eingesetzt und auch
Technologietransfer und Kapazitäten in den Schwellen- und
Entwicklungsländern gestärkt werden können.

Österreich Vorreiter bei Biodiversität

Österreich kann viele Erfolge im heimischen Biodiversitätsschutz
vorweisen: 29,6 % und damit rund 30 % geschützte Flächen, 250.000 ha
Naturschutz- und Biodiversitätsflächen in der Landwirtschaft, 27 %
Bio-Landwirtschaft , Schaffung eines eigenen Finanzierungsinstruments
zur Umsetzung der nationalen Biodiversitäts-Strategie wie den
Biodiversitätsfonds, und Förderungen im Bereich des Waldes und der
Gewässer. Zahlreiche erfolgreiche Artenschutzprojekte in Österreich
tragen zur Verbesserung der Situation gefährdeter Arten wie
Großtrappe, Seeadler, Bartgeier, Smaragdeidechse, Wildkatze und
vielen mehr bei.

Landwirtschafts- und Umweltminister Norbert Totschnig: „Die
Bestandsaufnahme in Jerewan wird zeigen, wo Fortschritte erzielt
wurden und in welchen Bereichen zusätzliche Anstrengungen
erforderlich sind. Wir bringen nach Jerewan rot-weiß-rote
Erfolgsbeispiele und Vorzeigeprojekte mit. In Österreich sind
mittlerweile knapp 30 % des Staatsgebiets geschützte Flächen. Darüber
hinaus liegen wir derzeit bei einem Rekordwert von 250.000 Hektar
Naturschutz- und Biodiversitätsflächen in der Landwirtschaft. Wir
werden diesen Weg weitergehen und wollen bei der Naturschutzkonferenz
dazu motivieren, die Aktivitäten für den Artenschutz auch weltweit
konsequent weiter umzusetzen.“

„Wesentlich bei Biodiversitätsmaßnahmen ist auch, die
Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter sowie Grundeigentümerinnen und
Grundeigentümer mitzunehmen. Das österreichische Agrarumweltprogramm
ÖPUL oder unsere Maßnahmen aus Waldfonds und Gewässerökologie zeigen,
wie erfolgreicher Naturschutz gemeinsam mit den Betroffenen auf der
Fläche verwirklicht werden kann“, ergänzt Totschnig.

Schwerpunkte Berge – Schatzkammer der Artenvielfalt

Das Gastgeberland Armenien setzt als stark von Gebirgen geprägtes
Land bei der COP17 einen besonderen Schwerpunkt auf Berge und
Biodiversität. Berge vereinen auf engem Raum sehr unterschiedliche
Lebensbedingungen und beherbergen zahlreiche daran angepasste Arten.

„Das Mosaik aus Wäldern, Wiesen, Felslebensräumen, Mooren und
Gewässern macht die Berge zu einer Schatzkammer der Artenvielfalt.
Die Bergnatur steht jedoch unter zunehmendem Druck. Der Klimawandel
verändert Schneedecken, Wasserhaushalt und Lebensräume. Diese
Herausforderungen lassen sich nicht nur innerhalb von Staatsgrenzen
lösen. Gebirgszüge, Flusseinzugsgebiete und die Wanderwege von Arten
verbinden mehrere Länder. Für wirksamen Naturschutz sind daher
grenzüberschreitend vernetzte Lebensräume, abgestimmte Maßnahmen und
gemeinsame Beobachtungssysteme wichtige Instrumente. Daran muss
weltweit konsequent weitergearbeitet werden“, so Totschnig .