Wien (OTS) – Forstminister Norbert Totschnig reist heute zu einem
zweitägigen
Arbeitstreffen der For Forest Group (Österreich, Slowenien, Finnland,
Schweden, Frankreich) nach Maribor. Nach dem Beitritt von Frankreich
im vergangenen Jahr, werden nun auch Italien und Lettland der Gruppe
beitreten.
Norbert Totschnig: „Die enge Abstimmung mit unseren For Forest-
Partnern ist wesentlich, um auf EU-Ebene gemeinsam für eine
nachhaltige Waldbewirtschaftung einzutreten. Dass wir heute weitere
Mitgliedsstaaten begrüßen dürfen, ist wichtig, um diese strategische
Allianz zu stärken.“
Inhaltlich stehen bei den Arbeitssitzungen u.a. wichtige Themen wie
die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR), die Auswirkungen des
Klimawandels auf Wälder sowie die EU-Renaturierungsziele im
Mittelpunkt.
Totschnig: „Bei der Entwaldungsverordnung benötigen wir einen
geeigneten Rahmen für eine verhältnismäßige und praxistaugliche
Umsetzung, insbesondere mit Blick auf Kleinbetriebe und Länder mit
stabilen Waldflächen. Gemeinsam mit unseren Partnern fordern wir die
EU-Kommission auf, rasch einen geeigneten Vorschlag vorzulegen.“
Als C02 Speicher – auch C02-Senke genannt – nimmt der Wald ebenfalls
eine wichtige Rolle ein. Allerdings führen klimabedingte Einbrüche
des Zuwachses und der temperaturbedingte Verlust von Kohlenstoff im
Waldboden dazu, dass die Senkenwirkung des Waldes in Europa deutlich
abnimmt oder sogar in einzelnen Jahren C02 emittiert wird. Totschnig:
„Unsere Wälder sind wichtige CO2-Speicher, geraten aufgrund der
Auswirkungen des Klimawandels jedoch unter Druck. Daher ist im Rahmen
der nachhaltigen, aktiven Waldbewirtschaftung die laufende Anpassung
der Wälder in Richtung Klimaresilienz notwendig, auch die politischen
Rahmenbedingungen müssen weiterentwickelt werden.“
Ein weiteres Thema auf der Tagesordnung ist die EU-
Wiederherstellungsverordnung. „Die Verordnung sieht ambitionierte
Ziele für die Biodiversität und den Zustand von Ökosystemen vor,
stellt die Mitgliedsstaaten bei der Umsetzung aber auch vor große
Herausforderungen. Am Ende müssen die Maßnahmen machbar und
finanzierbar sein“ , so Norbert Totschnig.
Österreich, Finnland, Slowenien und Schweden bilden den Kern
waldreicher Staaten, der „For Forest Group“, die 2022 von Österreich
initiiert wurde. Mit der Erweiterung der Gruppe durch Frankreich
wurde die „For Forst Group +“ ins Leben gerufen, steht anderen
Mitgliedstaaten offen und wird nun mit Italien und Lettland
erweitert. Das gemeinsame Ziel: Den Herausforderungen im Forstbereich
begegnen und Chancen der gesamten Forstwertschöpfungskette nutzen.