TKG fordert sofortige Löschung des Hass-Postings der ÖVP zum Integrationsbarometer 02/2025

Wien (OTS) – Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG – Think
Tank) fordert
die sofortige Löschung eines auf Social Media verbreiteten ÖVP-
Postings, das unter Berufung auf das Integrationsbarometer 02/2025
des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) pauschalisierende und
stigmatisierende Aussagen über Muslime verstärkt.

Anlass ist ein menschenverachtendes Video aus Deutschland, in dem
ein 23-jähriges CDU-Mitglied aus Krefeld sagte:

Zwtl.: „ Wir haben früher die Juden vergast, und jetzt vergasen wir
die Muslime. “

Nach Auffassung der TKG steht diese Aussage nicht isoliert. Hass
entsteht selten über Nacht. Er beginnt oft mit Sprache, Framing und
der pauschalen Problematisierung ganzer Gruppen.

Die TKG warnt als freiheitlich-demokratische und säkulare NGO
seit 18. Dezember 2025 vor den gesellschaftlichen Folgen des
Integrationsbarometers 02/2025. Bereits damals wurde darauf
hingewiesen, dass die Studie geeignet ist, Vorurteile zu verfestigen
und Muslime als kollektives Problemfeld darzustellen.

Besonders problematisch ist, dass die ÖVP das
Integrationsbarometer öffentlich als Quelle verwendete und mit der
Frage warb:

Zwtl.: „Wussten Sie, dass zwei Drittel das Zusammenleben mit Muslimen
als schwierig empfinden?“

Die TKG forderte bereits am 18. Dezember 2025 die Löschung dieser
stigmatisierenden Inhalte. Statt Korrektur folgten politische
Weiterverbreitung und mediale Instrumentalisierung. Besonders schwer
wiegt, dass die ursprüngliche Version des Integrationsbarometers
später stillschweigend entfernt und in geänderter Form erneut
veröffentlicht wurde.

Die TKG fordert daher die sofortige Löschung des Postings sowie
ein Ende jeder politischen Instrumentalisierung, die Muslime unter
Generalverdacht stellt.

TKG: „Nein zu politisiertem Glauben und politisierter Religion in
allen gesellschaftlichen Bereichen – insbesondere im öffentlichen
Raum und in staatlichen Institutionen. Ja zur vollständigen
Säkularität des Staates – auf Basis von Gewaltenteilung,
freiheitlicher Demokratie und einem starken Rechtsstaat gegen jede
Form des Machtmissbrauchs, insbesondere durch jene, die auf Kosten
der Öffentlichkeit schalten und walten. Nein zum Missbrauch der
Religion. Nein zu Stigmatisierung jeder Art – besonders dann nicht,
wenn sie von staatlichen Stellen in Österreich unter
parteipolitischer Verantwortung ausgeht. Wer Extremismus bekämpfen
will, muss Täter und Kriminelle bekämpfen – insbesondere in
Brennpunkten wie Favoriten oder anderen belasteten Bezirken durch
konsequente Polizeipräsenz des vom ÖVP geführten Innenministeriums –
und nicht rund 800.000 in Österreich lebende Musliminnen und Muslime,
die äußerst unterschiedlich und plural sind, unter Generalverdacht
stellen.“

Die TKG fordert, haltlose Unterstellungen und Drohungen aller Art
gegen die TKG unverzüglich zu unterlassen.

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