Wien (OTS) – Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag,
dem 23. März
2026, um 21.10 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON folgende Beiträge:
Haftbedingungen in Österreich – Gefängnisse am Limit
„Mein Sohn sagt, er fühlt sich lebendig begraben“, sagt eine
Mutter aus der Steiermark, deren Sohn in der Justizanstalt in Krems-
Stein inhaftiert ist. Bereits zweimal soll er in der Zelle versucht
haben, sich das Leben zu nehmen. Insassen berichten von überfordertem
Justizwachepersonal, während dieses von massiver Unterbesetzung,
zahlreichen Überstunden sowie Krankenständen spricht. „Das System
quält Menschen“, sagt Pius Prosenz aus Klagenfurt. Er war 45 Jahre
als Psychiater und forensisch-psychiatrischer Sachverständiger tätig.
Die Zahl psychisch erkrankter Häftlinge in österreichischen
Justizanstalten ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Dennoch
fehlt es häufig an Zeit und Ressourcen, um diese Probleme zu lösen.
Laura Mlakar und Anne-Maria Neubauer haben nachgefragt.
ME/CFS – Gefangen im eigenen Körper
„Ich habe einfach große Angst, nichts mehr tun zu können“, so
Samuel Prinz-Reiterer. Für ihn wurde der Leidensdruck so groß, dass
er an seinem 22. Geburtstag durch assistierten Suizid sein Leben
beendet hat. Er litt wie etwa 70.000 andere Menschen in Österreich an
ME/CFS, bekannt als chronisches Fatigue-Syndrom, das durch
Virusinfektionen ausgelöst werden kann. Viele Betroffene sind so
schwer krank, dass sie ihr Bett kaum noch verlassen können. Licht
oder Geräusche verursachen Schmerzen. „Früher wollte ich reich sein,
jetzt will ich einfach, dass meine Mama wieder gesund wird“, sagt
Adrian Nekrep. Der 17-jährige Schüler pflegt seine an ME/CFS
erkrankte Mutter. In der medizinischen Ausbildung wird die Krankheit
kaum berücksichtigt, Anlaufstellen für Betroffene fehlen oder sind
erst in Planung. Laura Mlakar hat für „Thema“ mit Angehörigen und
Betroffenen gesprochen.
Forsthaus Schimanek: Das Ende rechter Umtriebe?
Zwölf Monate bedingte Haftstrafe wegen Wiederbetätigung für den
ehemaligen FPÖ-Politiker René Schimanek. Er ist von allen politischen
Ämtern zurückgetreten, auch als FPÖ-Stadtrat in Langenlois. 18 Monate
bedingt für seinen Bruder Hans Jörg Schimanek junior, ebenfalls wegen
Wiederbetätigung. Ein Strafverfahren wegen Mitgliedschaft in einer
terroristischen Vereinigung und Hochverrats gegen die beiden Söhne
von Hans Jörg Schimanek junior in Deutschland. Das Ziel der
„Sächsischen Separatisten“ soll es gewesen sein, mit Waffengewalt
Gebiete in Deutschland zu erobern. Ihr Rückzugsort war das Forsthaus
neben der Burgruine Kronsegg in Niederösterreich. Pia Bichara und
Oliver Rubenthaler berichten für „Thema“.