„Thema“: Die kleinen Opfer der großen Pleite

Wien (OTS) – Christoph Feurstein präsentiert „Thema“ am Montag, dem
20. Oktober
2025, um 21.10 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON mit folgenden Beiträgen:

Die kleinen Opfer der großen Pleite

„1.200 Euro sind für ein Familienunternehmen wie unseres viel Geld“,
sagt Luigi Barbaro junior, Eigentümer einer Pizzeria in Wien. Die
Signa Holding um René Benko hat bei ihr Essen bestellt, aber nie
bezahlt. Mehr als 20 Milliarden Euro fordern Gläubiger von der Signa
Holding. Aber was bedeutet es für kleine Betriebe, wenn sie ihr Geld
nicht bekommen? Gleich drei Veranstaltungen auf der Zirmalm in Tirol
wurden von Benkos Firmengeflecht nie bezahlt. „Er hat weiter in Luxus
gelebt und uns zahlt er 1.539 Euro nicht“, sagt Eigentümerin Alma
Birbaumer. Tara Giahi und Leon Hoffmann-Ostenhof berichten.

Teuerung trifft Mittelstand: sparen und verzichten

„Ich rechne die ganze Zeit. Meine finanzielle Situation ist nur
deshalb stabil, weil ich rechne“, sagt Simone Wirth. Für die
Alleinerzieherin aus Niederösterreich ist es zum Kraftakt geworden,
jeden Monat mit dem Geld auszukommen. Vor allem, weil Lebensmittel in
Österreich seit 2019 um 33 Prozent teurer geworden sind. Schokolade
für ihren Sohn kauft sie nur noch zu den Feiertagen. Die Pensionistin
Silvia Benes aus Wien spart beim Urlaub und übernachtet im
Mehrbettschlafsaal. Ihr Theater-Abo hat sie gekündigt. Eine Reportage
von Michaela Rädler und Anne-Maria Neubauer. Im Rahmen des ORF-
Schwerpunkts Teuerung berichten die Sendungen „Thema“, „Report“ und
„Eco“.

30 Jahre „Thema“: Wir blicken zurück – Die Terrornacht in Wien und
ihre Folgen

Am Abend des 2. November 2020 erschießt ein dschihadistischer
Terrorist in der Wiener Innenstadt vier Menschen, 23 werden zum Teil
schwer verletzt. „Wir Wiener haben in dieser Nacht gezeigt, dass wir
zusammenhalten“, sagt Reccep Gültekin. Der damals 20-Jährige trägt
während des Anschlags gemeinsam mit zwei weiteren Männern drei
Verletzte aus der Gefahrenzone. Saeed Mousavi springt auf der Flucht
vor den Kugeln von einer Brücke. Er überlebt schwer verletzt und
leidet bis heute unter den Folgen. „Früher war ich gesellig, heute
vermeide ich es, unter Leute zu gehen.“ Tara Giahi und Andrea
Poschmaier berichten.

Montafoner Tracht – Stickkunst ist Weltkulturerbe

„Die Tradition muss weitergehen!“ Das ist der Leitspruch der
Stickerinnen in Vorarlberg. Die Montafoner Tracht ist ein Meisterwerk
der Stickkunst und wurde nun ins nationale Verzeichnis des
immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen. Petra Stemer ist
eine der Stickerinnen. Sie freut sich, wenn sie ihr Wissen
weitergeben kann. Zum ersten Mal gibt es in Schruns einen Stickkurs.
Elf junge Frauen haben sich vorgenommen, in 400 Arbeitsstunden mit
Goldfäden die wertvollsten Teile der Montafoner Tracht selbst
herzustellen. Martina Köberle hat den Stickerinnen bei der Arbeit
über die Schultern geblickt.