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Tag der Stiftungen: Österreichische Stiftungsawards 2026 vergeben

Wien (OTS) – Österreichs gemeinnütziger Stiftungssektor gewinnt als
Partner für
gesellschaftliche Innovation zunehmend an Bedeutung. Jährlich fördern
heimische Stiftungen gemeinnützige Anliegen mit 140-150 Mio. Euro.
Anlässlich des Europäischen Tags der Stiftungen brachte der Verband
für gemeinnütziges Stiften (VgS) am 30. September und 1. Oktober rund
250 Vertreter:innen aus Philanthropie, Wissenschaft, Wirtschaft,
Politik und Zivilgesellschaft unter dem Motto „Power of Cooperation“
in Wien zusammen. Höhepunkt war die Verleihung der Stiftungsawards
2026 , die jährlich an herausragende Persönlichkeiten aus der
gemeinnützigen Stiftungsszene vergeben werden. Zu den
Preisträger:innen der vergangenen Jahre zählen u.a. Norbert
Zimmermann, Patricia Kahane, Therese Niss, Gabriele & Gerhard Ströck
sowie Gerda & Martin Essl.

Am Tag der Stiftungen 2026 wurde das Ehepaar Ingrid und Christian
Reder als Stifterin und Stifter des Jahres prämiert. Mit ihrer RD
Foundation Vienna fördert die Familie seit 15 Jahren Projekte und
Initiativen von sozialpolitischer, kultureller, künstlerischer und
wissenschaftlicher Bedeutung. Im Mittelpunkt stehen vor allem die
Themen Menschenrechte, Demokratie, Kunst und Kultur sowie Forschung.
Für dieses große gesellschaftliche Engagement wurde das Ehepaar Reder
2022 bereits mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien
gewürdigt.

Emer. Univ-Prof. Dr. Christian Reder , Vorsitzender der RD
Foundation Vienna, gibt weitere Einblicke in die Arbeit der Stiftung:
„Diese Ehrung ist erfreulich, weil es uns nicht um eine das Gewissen
beruhigende ,Wohltätigkeit‘, sondern um weltoffene Initiativen der
Zivilgesellschaft geht, die angesichts demokratiefeindlicher
Bestrebungen viel mehr Unterstützung brauchen würden. Nach Jahren der
Mitarbeit in Sozialprojekten konnten meine Frau Ingrid Reder und ich
mit ihrer Erbschaft diese Stiftung gründen und dafür die entstandenen
Kontakte nutzen. Meist mehrjährig gefördert wurden
Flüchtlingsprojekte, viele Buchpublikationen, Ausstellungen wie „Der
Wiener Kreis. Exaktes Denken am Rand des Untergangs“ an der
Universität Wien oder „Josef Frank. Against Design“ im MAK, die
Neukonzeption des Sigmund Freud-Museums, das Integrationshaus Wien,
das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust Forschung oder ,The
Vienna Process for a Democratic Afghanistan‘. Der von mir
koordinierte junge Vorstand entscheidet über Prioritäten: die
Rechtsanwältin Dr. Anna Rubin-Kuhn, die Lektorin Mag. Elvira M.
Gross, der Politikwissenschaftler Dipl. Ing. Dr. Alexander Behr.“

Zwtl.: Sonderpreis für herausragende Stifterpersönlichkeiten

Mit einem Sonderpreis würdigte der VgS heuer zwei
Persönlichkeiten, die den Aufbau und die Entwicklung der ERSTE
Stiftung über viele Jahre wesentlich geprägt haben: Boris Marte , der
über Jahre in leitender Funktion für die ERSTE Stiftung tätig war,
und Andreas Treichl , langjähriger Vorstandsvorsitzender der Erste
Group und aktuell CEO der ERSTE Stiftung.

„Die Auszeichnung würdigt den Aufbau der ERSTE Stiftung als
Leitinstitut des österreichischen Stiftungssektors durch das
federführende Engagement von Boris Marte und Andreas Treichl.
Zwischen 2005 und 2025 hat die Stiftung mehr als 2.630 Projekte
unterstützt oder umgesetzt und dafür 187,4 Mio. Euro aufgewendet.
Damit zählt die ERSTE Stiftung zu den bedeutendsten Akteur:innen der
österreichischen Philanthropie“ , so Günther Lutschinger ,
Geschäftsführer des VgS.

Auch Andreas Treichl richtet den Blick auf das bisherige Wirken
der Stiftung: „Vor mehr als 20 Jahren haben wir die ERSTE Stiftung
gegründet, um unseren Beitrag zu einer freien und offenen
Gesellschaft zu leisten, in der sich alle Menschen Wohlstand aufbauen
und in starken Demokratien das Leben führen können, das sie sich
vorstellen. Eine lebendige Zivilgesellschaft ist eine fundamentale
Voraussetzung, um diese Ziele zu erreichen.“
Boris Marte ergänzt: „Wir haben als Stiftung sehr oft gezeigt: Wir
sind mit euch. Ich glaube, dass dieses Gefühl, dieses Vertrauen in
unseren Gesellschaften heute oft fehlt. Also muss man wieder andere
Kontexte schaffen, in denen das erneut möglich wird. Die ERSTE
Stiftung hat immer versucht, Menschen und Organisationen den Raum zu
geben, um gemeinsam zu neuen Lösungen für gesellschaftliche Probleme
zu kommen – und dauerhaft etwas zu verändern.“

Zwtl.: Über Österreichs gemeinnützigen Stiftungssektor

Seit Inkrafttreten der Gemeinnützigkeitsreform 2024 zeichnet sich
in Österreichs gemeinnützigem Stiftungswesen eine besonders
dynamische Entwicklung ab: Seit 2025 wurden 30 neue gemeinnützige
Stiftungen gegründet – ein neuer Höchststand. Insgesamt gibt es
hierzulande über 1.000 gemeinnützige Stiftungen und Fonds. Auch die
finanziellen Dimensionen des Sektors sind beachtlich: Im Jahr 2025
wurden mehr als 500 Mio. Euro an Vermögen auf gemeinnützige
Stiftungen übertragen. „Die Ausschüttungen tragen rund 15% zum
gesamten Spendenaufkommen bei – ein unverzichtbares Standbein bei der
Finanzierung gemeinnütziger Anliegen – von humanitärer Hilfe über
Klima- und Umweltschutz bis hin zu Kultur sowie Wissenschaft und
Forschung“ , weiß Lutschinger .

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