Wien/Linz (OTS) – Seit dem flächendeckenden Ausbau der Frühen Hilfen
im Herbst 2023
steigt die Nachfrage nach dem Unterstützungsangebot deutlich an: 2025
wurden bereits mehr als 5.700 Kontaktaufnahmen mit Frühe-Hilfen-
Netzwerken verzeichnet. Familien in belastenden Lebenssituationen
profitieren von früher Unterstützung rund um Schwangerschaft, Geburt
und die ersten Lebensjahre eines Kindes.
Die aktuellen Daten zeigen aber auch: Gerade Familien mit hoher
Belastung oder sehr niedrigem Einkommen melden sich seltener selbst
bei Unterstützungsangeboten und sind besonders auf eine frühzeitige
Vermittlung angewiesen. Ein Schwerpunkt der österreichweiten Frühe-
Hilfen-Fachtagung 2026 liegt daher auf der Frage, wie insbesondere
niedergelassene Berufsgruppen – etwa Allgemeinmediziner:innen,
Gynäkolog:innen oder Kinderärzt:innen – Familien noch früher
erreichen und gezielt an die Frühen Hilfen vermitteln können.
Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass Belastungen in
Schwangerschaft und früher Kindheit langfristige Auswirkungen auf
Gesundheit, Entwicklung und soziale Chancen von Kindern haben können.
Frühe Unterstützung hilft dabei, Belastungen rechtzeitig abzufedern
und Familien nachhaltig zu stärken.
Im Rahmen der ganztägigen Fachtagung diskutieren Expert:innen aus
Wissenschaft, Gesundheitswesen, Sozialbereich und Praxis aktuelle
Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven der Frühen Hilfen
in Österreich. Neben Fachinputs stehen Austausch und Vernetzung im
Mittelpunkt.
TAGUNG:
Frühe Hilfen als ganzheitlicher und multidisziplinärer
Präventionsansatz
DATUM:
Dienstag, 2. Juni 2026, 09:00–17:00 Uhr
ORT:
Ursulinenhof Linz
Landstraße 31
4020 Linz
Das Detailprogramm der Tagung finden Sie hier: Programm zur
Fachtagung
Mögliche Interviewpartner:innen vor Ort:
· Nicole Strüber, Neurobiologin, Wissenschaftsautorin und
Speakerin
· Marion Weigl, Leiterin des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (
NZFH.at)
· Ursula Krepp, Vorsitzende des Landesstellenausschusses der
Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) Oberösterreich