Wien, 24.09.2026 (OTS) – Das Gewaltpräventionsprojekt StoP –
Stadtteile ohne Partnergewalt
wird für weitere zwei Jahre fortgeführt. Die Förderungen des BMASGPK
für die Umsetzung an den Standorten sowie des BMWFW für Koordination
und Vernetzung sichern die kontinuierliche Weiterarbeit des Projekts.
Für nachhaltige Gewaltprävention ist diese langfristige Finanzierung
zentral, denn wirksame Präventionsarbeit braucht stabile Strukturen.
Anlässlich der Weiterfinanzierung fand heute eine gemeinsame
Pressekonferenz mit Sozialministerin Korinna Schumann und
Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner im Sozialministerium statt.
Zwtl.: Wissenschaftlich belegte Wirksamkeit von StoP
Das Institut für Konfliktforschung (IKF) präsentierte die
Ergebnisse der Wirkungsevaluation, die die Wirksamkeit von StoP klar
bestätigen. Die Forschung zeigt:
–
Gewaltsensibilisierung und Zivilcourage wurden in allen
Zielgruppen deutlich gesteigert.
–
Niederschwellige Zugänge bei StoP ermöglichen es,
unterschiedliche Personengruppen zu erreichen.
–
Partnergewalt wird als gesamtgesellschaftliches Problem sichtbar
und nicht auf Einzelfälle reduziert.
Zwtl.: Prävention wirkt nachhaltig, wenn sie Menschen in ihrem
direkten Lebensumfeld erreicht und sich Zivilcourage im Alltag
etabliert.
Empfehlungen für den Ausbau
Das IKF empfiehlt einen österreichweiten flächendeckenden Ausbau
von StoP, insbesondere im ländlichen Raum. Zudem wird die
feministische Männerarbeit des Projekts als wesentlicher Bestandteil
der Prävention hervorgehoben. Eine stärkere Präsenz in Medien und
Öffentlichkeit sowie die Synergien zwischen den verschiedenen
Zielgruppen sollen die gesamtgesellschaftliche Wirkung weiter
verfestigen.
Zwtl.: Der Ansatz von StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt
StoP sensibilisiert Nachbarschaften für häusliche Gewalt und
stärkt Zivilcourage. Das Projekt verbindet Gewaltprävention mit
Gemeinwesenarbeit , einer zentralen Methode der Sozialen Arbeit:
Nicht nur einzelne Menschen stehen im Fokus, sondern der gesamte
soziale Raum. Aufmerksame Nachbar*innen können dazu beitragen,
häusliche Gewalt frühzeitig zu erkennen und Betroffene zu
unterstützen.
Seit dem Start 2019 in Wien-Margareten hat sich StoP an 46
Standorten etabliert. Die Umsetzung erfolgt durch Organisationen aus
Gewaltschutz und Gemeinwesenarbeit; die Gesamtkoordination liegt beim
Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) .