Sternad: Krankenstandsmissbrauch sofort und wirksam bekämpfen!

Klagenfurt am Wörthersee (OTS) – Krankenstände sind in der Kärntner
Gastronomie ein massives Problem.
Besonders ärgerlich ist Krankenstandsmissbrauch, der für viele
Betriebe geradezu existenzbedrohend ist. „Wir begrüßen daher den
Vorstoß von ÖGK-Spitzenrepräsentant Peter McDonald, scharf gegen
diesen Sozialbetrug vorzugehen“, sagt Stefan Sternad,
Fachgruppenobmann der Kärntner Gastronomie in der Wirtschaftskammer.

Die drastische Zunahme von Krankenstandstagen und
Kurzkrankenständen ist für viele Betriebe ein brennendes Problem. Das
untermauert eine Umfrage der Wirtschaftskammer bei Kärntner Betrieben
im heurigen Frühjahr. „Die Ergebnisse zeigen die ganze Dramatik
dieses Themas und sind ein deutlicher Weckruf für die ÖGK und die
politisch Verantwortlichen.“

Die wichtigsten Erkenntnisse:

96 Prozent der Betriebe waren im Vorjahr von Krankenständen
betroffen

Über 70 Prozent registrieren eine Zunahme der Krankenstände

Mehr als zwei Drittel sehen fehlende Kontrollen als wesentliche
Ursache

Mehr als 40 Prozent berichten von wiederholten kurzen
Krankenständen

55 Prozent wurden rückwirkende Krankenstandsbestätigungen
vorgelegt

Drei Viertel der Befragten fühlen sich von der ÖGK nicht
ausreichend unterstützt

Für Stefan Sternad herrscht akuter Handlungsbedarf. „Ich will
keine berechtigten Krankenstände in Frage stellen. Was uns in der
Gastronomie unter den Nägeln brennt, ist die Belastung durch
Scheinkrankenstände. Die gibt es oft an Fenstertagen, werden mitunter
rückwirkend bekanntgegeben, signifikant oft in der Kündigungsfrist.“
Die offensichtlich fehlende Kontrollfunktion der ÖGK leiste diesem
Krankfeiern Vorschub.

Durch die derzeitige gesetzliche Lage haben Betriebe bei der
Entgeltfortzahlung immense Kosten zu tragen, kritisiert der
Wirtesprecher. „Bei Krankenständen ab dem vierten Tag muss es eine
Kostenübernahme durch die ÖGK geben. Zudem fordert die Gastronomie
verstärkte Krankenstandskontrollen und eine Chefarztpflicht ab dem
zehnten Tag.“