Ebergassing (OTS) – Im Insolvenzverfahren der EITEK GmbH wurde heute
ein wesentlicher
Schritt zur Sicherung des Fortbestands der unternehmerischen
Tätigkeit am Standort Ebergassing gesetzt.
In einem strukturierten Investorenauswahlverfahren, durchgeführt
von Clairfield im Auftrag des Masseverwalters, Dr. Matthias Schmidt,
konnte sich ein Zweig der Unternehmerfamilie Kapsch rund um Dr. Kari
Kapsch als neuer Partner durchsetzen.
Kapsch wird im Rahmen der Transaktion Assets der insolventen
EITEK GmbH erwerben. Ein Übernahmevertrag über die Assets wurde heute
unterzeichnet und vom Gläubigerausschuss und dem Insolvenzgericht
genehmigt.
Zwtl.: Aus EITEK wird KAITEC
Nach dem Closing werden die neuen Investoren den operativen
Betrieb in einer neu gegründeten Gesellschaft fortführen. Diese soll
künftig unter dem Namen KAITEC (Kapsch Automotive and Interior
Technologies) firmieren. Der bewährte Betriebsleiter DI Stefan Kunz
wird gemeinsam mit Dr. Kari Kapsch die Geschäftsführung übernehmen.
Die notwendige Finanzierung für die Transaktion wird von der
familiennahen K&K Stiftung bereitgestellt.
Das Closing soll – vorbehaltlich der Erfüllung aller rechtlichen
und vertraglichen Voraussetzungen – bis 31. Oktober 2026 erfolgen.
„Mich überzeugt die außergewöhnliche industrielle Kompetenz
dieses Unternehmens. Dahinter stehen über viele Jahrzehnte
gewachsenes Know-how, hohe technologische Kompetenz und engagierte
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ein exzellentes,
krisenerprobtes Management. Diese Ressourcen sind die Grundlage
dafür, dass wir uns für dieses Investment entschieden haben“, sagt
Dr. Kari Kapsch.
Zwtl.: Mehr als 170 Jahre Industriegeschichte
Der Standort in Ebergassing blickt auf eine mehr als 170-jährige
Industriegeschichte zurück. 1850 als Teppichweberei „Philipp Haas“
gegründet, entwickelte sich das Unternehmen über Jahrzehnte zu einem
international tätigen Spezialisten für hochwertige textile
Fahrzeuginnenausstattung. Heute verfügt der Standort über umfassende
Entwicklungs- und Fertigungskompetenz und zählt renommierte
Hersteller der internationalen Automobilindustrie wie Audi, VW,
Porsche, BMW, Mercedes, Lamborghini, Maserati, Alfa Romeo sowie Magna
zu seinen Kunden.
Hinter EITEK liegen wirtschaftlich schwierige Jahre, die auch von
mehreren Eigentümerwechseln geprägt waren. Nun soll ein neuer
Abschnitt beginnen.
Zwtl.: Bestehendes Geschäft stärken, neue Märkte erschließen
Die künftige Ausrichtung soll auf den bestehenden industriellen
und technologischen Stärken des Unternehmens aufbauen. Ziel ist es,
das bestehende Geschäft weiterzuentwickeln, neue Kunden zu gewinnen
und die vorhandenen Kompetenzen schrittweise auch für zusätzliche
Marktsegmente zu nutzen.
„Wir wissen um die Verantwortung, die mit einer solchen
Entscheidung verbunden ist. Jetzt geht es darum, den Übergang
professionell und mit der notwendigen Sorgfalt zu gestalten. Bis zum
Closing Ende Oktober sind noch viele weitere Schritte zu setzen und
zahlreiche Verträge im Detail auszuverhandeln, um die Voraussetzungen
für die Umsetzung unserer Pläne zu schaffen. Unser Anspruch ist es,
dem Standort eine langfristig tragfähige Zukunftsperspektive zu
geben“, so Kapsch.
Für die K&K Stiftung, die die Finanzierung der Transaktion
bereitstellt, geht das Engagement über die Fortführung des Standorts
in Ebergassing hinaus. „Dieses Investment ist ein klares Bekenntnis
zum Industrie- und Technologiestandort Österreich. In Zeiten der
industriellen Abwanderung ist es ein wichtiges Signal,
wirtschaftliche und technologische Kompetenzen in Österreich und
damit in der Europäischen Union zu halten und weiter auszubauen“,
sagt Stiftungsvorstand Dr. Franz Semmernegg.