Stadt Wien startet „Joboffensive für Jugendliche“ für 1.000 junge Erwachsene

Wien (OTS) – Die Stadt Wien startet gemeinsam mit dem waff und dem
AMS Wien die
Joboffensive für Wiener Jugendliche. Ziel dieses maßgeschneiderten
Programms ist es, jungen Menschen den Weg ins Berufsleben zu
erleichtern, um ein Abrutschen in die Langzeitarbeitslosigkeit zu
verhindern. Darüber hinaus bietet dieses Programm ein neues Angebot
für Wiener Unternehmen, diese Jugendlichen aufzunehmen und dauerhaft
in Beschäftigung zu bringen.

„Meine Verantwortung als Wiener Bürgermeister sehe ich darin,
junge Menschen rasch in Beschäftigung zu bringen, von der sie gut
leben können. Der Wiener Wirtschaftsstandort trotzt der Rezession in
Österreich bereits seit mehreren Jahren. Um diese Entwicklung zu
verstärken, brauchen wir junge und engagierte Arbeitskräfte, denn sie
sind unsere Zukunft, die noch viele Jahre zur hohen Lebensqualität in
Wien beitragen werden. Die Voraussetzungen dafür sind gut: Wien ist
das jüngste Bundesland Österreichs und das ist insbesondere für die
Wiener Wirtschaft eine sehr gute Nachricht, weil hier ein enormes
Arbeitskräftepotenzial liegt. Darum starten wir nach der
Frauenstiftung die nächste Joboffensive für 1.000 Jugendliche“, so
Bürgermeister Michael Ludwig.

„Mit der Joboffensive für Jugendliche investieren wir –
zusätzlich zur erfolgreichen Frauenförderung – in eine zweite starke
Säule der Wiener Arbeitsmarktpolitik. Ausbildung ist der Schlüssel
für nachhaltige Beschäftigung und soziale Sicherheit. Gerade jetzt,
wo Wien ein leichtes Wirtschaftswachstum verzeichnet, ist es unsere
Verantwortung, junge Menschen gezielt zu unterstützen. Ich bin stolz,
dass dieses Projekt, das dem Bürgermeister besonders am Herzen liegt,
nun startet und konkrete Perspektiven für 1.000 Jugendliche schafft“,
erklärt Barbara Novak, Stadträtin für Arbeit, Wirtschaft, Finanzen,
Internationales und Digitales.

waff-Geschäftsführer Marko Miloradović betont: „Junge Wiener*
innen haben mit dem waff eine starke Unterstützung an ihrer Seite –
ob arbeitsuchend oder bereits beschäftigt. Die Joboffensive für
Jugendliche ist eine ideale Ergänzung zum bestehenden Angebot des
waff. Wir lassen Jugendliche nicht allein, sondern eröffnen ihnen
berufliche Perspektiven für ihre Zukunft.”

Winfried Göschl, Geschäftsführer des AMS Wien: „Gerade bei jungen
Erwachsenen, die schon länger auf Jobsuche sind, ist rasches Handeln
entscheidend. Mit der Joboffensive für Jugendliche schaffen wir
Perspektiven bevor sich Langzeitarbeitslosigkeit verfestigt.
Gleichzeitig unterstützen wir Unternehmen dabei, dringend benötigte
junge Arbeitskräfte zu gewinnen – ein Gewinn für beide Seiten und für
den Wiener Arbeitsmarkt insgesamt.“

Zwtl.: So sieht die Joboffensive für Jugendliche im Detail aus

Der waff und das AMS Wien fördern Wiener Unternehmen bei der
Einstellung von 18-bis-24-Jährigen, die mindestens neun Monate
arbeitslos oder arbeitsuchend sind vier Monate lang mit einem
Zuschuss zu den Lohn- und Lohnnebenkosten. Teilnehmende erhalten
Unterstützung bei der Jobsuche und individuelle Beratung. Insgesamt
investiert die Stadt Wien in den kommenden zwei Jahren 3,4 Millionen
Euro, um 1.000 Jugendlichen den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu
ermöglichen. Laut den aktuellen AMS-Zahlen für August 2025 sind
12.908 junge Erwachsene im Alter von 18 bis 24 Jahren als arbeitslos
vorgemerkt – 820 davon sind bereits zwischen 6 und 12 Monaten
arbeitslos. Die neue Joboffensive für Jugendliche allein kann demnach
den gesamten Bedarf der betroffenen Zielgruppe vollständig abdecken.

Der Fokus liegt deshalb bei jungen Erwachsenen, die mindestens
neun Monate arbeitslos sind, weil hier noch eine sehr gute
Möglichkeit besteht, eine dauerhafte Langzeitarbeitslosigkeit zu
verhindern. Ein Ausstieg aus der Langzeitarbeitslosigkeit gestaltet
sich ungemein schwieriger als die frühzeitige Förderung und
Vermittlung junger Menschen, die nachhaltige Beschäftigungseffekte
mit sich bringt.

Interessierte Unternehmen und Jugendliche können sich ab sofort
auf der waff-Website anmelden:

Link für Unternehmen: www.waff.at/unternehmen/joboffensive-fuer-
jugendliche

Link für Teilnehmende: www.waff.at/joboffensive-fuer-jugendliche

Zwtl.: Joboffensive für Jugendliche als optimale Ergänzung zu bereits
laufenden Unterstützungen für junge Wiener*innen

Über die Jugendstiftung Wien können arbeitsuchende 18-bis-24-
Jährige eine kostenlose Berufsausbildung absolvieren und erhalten vom
waff zusätzlich zur AMS-Leistung 300 Euro Ausbildungszuschuss pro
Monat.

Unternehmen, die erstmals Lehrlinge aufnehmen, bekommen die
Kosten für das Lehrlingseinkommen für das erste Jahr der Lehrzeit im
Betrieb unter Anrechnung der Basisförderung des Bundes gefördert.

Für Lehrstellen in klimarelevanten Berufen gibt es Zuschüsse von
9.900 Euro im ersten bzw. 15.000 Euro im zweiten Lehrjahr. Zusätzlich
erhalten Betriebe einen Bonus in Höhe von 1.000 Euro, wenn sie eine
Frau in diesen Berufen ausbilden.

Darüber hinaus stehen jungen Wiener*innen auch alle allgemeinen
Leistungen des waff offen.

Zwtl.: Wiener Arbeitsmarkt entwickelt sich robust und treibt
Beschäftigungszuwachs in Österreich an

Der Wiener Arbeitsmarkt zeigt im August 2025 ein gemischtes Bild:
Einerseits erreicht die Zahl der Beschäftigten mit rund 933.000 einen
historischen August-Rekord. Mit rund +9.000 Beschäftigten verzeichnet
Wien das mit Abstand höchste Beschäftigungswachstum aller
Bundesländer im Vergleich zum Vorjahr. Das zweithöchste
Beschäftigungswachstum verzeichnet Tirol mit rund +2.800
Beschäftigten. Den größten Rückgang wiederum verzeichnet
Oberösterreich mit einem Beschäftigungsrückgang von rund -8.000
Personen.

Andererseits steigt auch die Zahl der Arbeitslosen und der
Personen, die sich in AMS-Schulungsmaßnahmen befinden. Im August
waren es 154.591 Personen, ein Plus von 3,5 Prozent (österreichweit +
4,2 Prozent) gegenüber dem August des Vorjahres. Bei jungen Menschen
bis 24 Jahre ist die Zahl der Arbeitslosen in Wien um -0,4 Prozent
gesunken, während sie österreichweit um +1,7 Prozent oder
beispielsweise in Tirol um +11,6 Prozent gestiegen ist.

Zwtl.: Wiener Wirtschaft trotz seit mehreren Jahren der Rezession in
Österreich

Wirtschaftswachstum schafft zusätzliche Arbeitsplätze. 2023 stieg
die Wertschöpfung in Wien um +2,2 Prozent auf rund 120 Milliarden
Euro, während sie in Österreich insgesamt um -1,2 Prozent und in
Vorarlberg sogar um -14,1 Prozent sank. Für 2024 erwartet die
Bundesländer-Konjunkturbericht der Bank Austria nur in Wien Wachstum,
auch 2025 dürfte sich die Wirtschaft hier besser entwickeln.
Entsprechend stieg die Zahl der unselbstständig Beschäftigten in Wien
2025 um +1,0 Prozent, während sie in Österreich um -0,1 Prozent sank.

Mehr Arbeitsplätze senken Arbeitslosigkeit und damit Kosten, was
zur Budgetkonsolidierung beiträgt. Gleichzeitig steigern sie Konsum
und damit Steuereinnahmen. Das IHS prognostiziert für 2025–2029, dass
das Wachstum in Österreich vor allem vom privaten Konsum und den
Investitionen der Unternehmen getragen wird – beides profitiert von
mehr Beschäftigung.

Im Tourismus, Hotellerie und Kongresse zeigt die Halbjahresbilanz
2025 mit 8,8 Millionen Nächtigungen (+7 Prozent) und einem
Nächtigungsumsatz bis Mai von fast einer halben Milliarde Euro (+12
Prozent) starke Zahlen. Im Juni wurden 1,7 Millionen Nächtigungen (+1
Prozent) gezählt. Die Tagungsindustrie verzeichnete 2024 mit 6.600
Kongressen ihre beste Performance. Die pharmazeutische Industrie und
Life Sciences sind weitere Wachstumsbereiche. 2024 stieg die
Industrie-Wertschöpfung in Wien um +1,4 Prozent, während sie in
Österreich um -5,5 Prozent sank. Wien profitiert stark von
pharmazeutischen Exporten.