Sport-Staatssekretärin Schmidt berief Round Table zum Schutz von Schiedsrichtern ein

Wien (OTS) – Sport-Staatsekretärin Michaela Schmidt zeigt Angriffen
auf
Österreichs Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern die rote Karte:
Sie hat heute Vertreterinnen und Vertreter aus Fußball, Eishockey,
Handball und weiteren Verbänden zu einem Round Table zum Thema
„Respekt und Sicherheit für Schiedsrichter:innen“ versammelt. Ergänzt
wurde die Runde durch Expertinnen und Experten aus den Bereichen
Fairplay, Gewaltprävention und Sportpsychologie. Ziel des Treffens
war ein offener Austausch über aktuelle Herausforderungen, konkrete
Erfahrungswerte aus dem Spielbetrieb und wirksame Maßnahmen zum
Schutz der Unparteiischen.

Auslöser für das Arbeitstreffen ist die gestiegene Aggression
gegenüber Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern – leider auch im
Nachwuchsbereich.

„Fairplay, Respekt und Teamgeist sind Grundpfeiler des Sports –
und sie sind nicht verhandelbar. Und es darf schlicht nicht sein,
dass jene Menschen, die Spiele leiten, schützen und möglich machen,
immer öfter mit fehlendem Respekt oder sogar physischen Angriffen
konfrontiert werden. Damit werde ich mich nicht abfinden. Wir sehen
seit Corona eine gesellschaftliche Entwicklung, in der immer mehr
Menschen Schwierigkeiten haben, Autoritäten anzuerkennen und Grenzen
zu respektieren. Der Sport muss aktiv gegensteuern. Deshalb ist mir
wichtig, heute zuzuhören, voneinander zu lernen und gemeinsam
Maßnahmen zu entwickeln, die wirklich wirken“, so Sport-
Staatssekretärin Michaela Schmidt.

Im Round Table wurden praxisnahe Beispiele und Best-Practice-
Modelle ausgetauscht, etwa zur Gewaltprävention, zur Unterstützung
junger Schiedsrichter:innen sowie zu verbindlichen Maßnahmen
innerhalb der Verbände. Die unterschiedlichen Sportarten brachten
jeweils ihre spezifischen Herausforderungen ein – vom Fußball als
größter Mannschaftssportart des Landes bis hin zu Eishockey und
Handball, wo körperliche Nähe und Spielintensität eigene Dynamiken
mit sich bringen.

Besonderen Raum nahm die Frage ein, wie Vereine, Verbände und
Eltern im Nachwuchsbereich stärker eingebunden werden können, um ein
Klima des Respekts zu sichern. Expertinnen und Experten aus der
Sportpsychologie erläuterten, wie junge Unparteiische gestärkt und
besser geschützt werden können.

Das Sportministerium will die Ergebnisse des Round Tables
gemeinsam mit den Verbänden weiterentwickeln. Dabei soll sowohl die
Präventionsarbeit als auch die Unterstützung im Alltag gestärkt
werden.

Aktuelle Fotos vom Round Table sind in Kürze auf
www.picdrop.com/bmwkms abrufbar.