Wien (OTS) – Mit dem Start der Budgetverhandlungen zwischen den
Fachministerien
und dem Finanzministerium begann auch für den organisierten Sport in
Österreich eine entscheidende Phase. Zwar sind die Verhandlungen im
Groben abgeschlossen, die Feinabstimmungen laufen jedoch noch.
Vor diesem Hintergrund fand gestern ein Gespräch zwischen Sport
Austria-Präsident Hans Niessl und Sport-Staatssekretärin Michaela
Schmidt statt. Dabei warnte Niessl nochmals vor einer weitere
Reduktion des Sportbudgets und betonte, dass die letzte Erhöhung der
Sportfördermittel unter der Vorgängerregierung „keinerlei
Argumentation für aktuelle Kürzungen zulässt, was aber gemacht
wurde“. 2022 hatte sich Sport Austria für die verkündete Erhöhung der
Besonderen Bundes-Sportförderung von rund 80 auf 120 Millionen Euro
bedankt. Niessl : „Diese damals drängend notwendige Maßnahme hat
jedoch lediglich den Inflationsverlust der vorangegangenen elf Jahre
ausgeglichen. Inflationsbereinigt müsste die Besondere Bundes-
Sportförderung mittlerweile bei rund 123 Millionen Euro liegen. Hätte
man die Förderungen auf dem 2022 verkündeten Niveau belassen, wäre
also die damalige Erhöhung durch die Geldentwertung bereits wieder
aufgezehrt! In der Praxis wurde aber im Sport nicht die Inflation
ausgeglichen, sondern kräftig eingespart: In den Jahren 2025 und 2026
betrug die Kürzung des Sportbudgets in den relevanten Fördertöpfen
insgesamt rund 30 Millionen Euro jährlich!“
Jede weitere Reduktion der Mittel gefährde nun sowohl den
Spitzensport als auch den Breitensport – und damit auch jene
positiven Hebeleffekte, die Sport und Bewegung für Gesundheit,
Integration, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Wirtschaft in
Österreich leisten. Sport Austria-Präsident Niessl : „Was wir jetzt
benötigen, ist vielmehr eine Erhöhung der Investitionen in den
Sport!“