SPÖ-Sidl: Es geht um die (Veggie)-Wurst

Wien (OTS) – Heute hat das Europäische Parlament über vereinfachte
EU-
Agrarvorschriften sowie Maßnahmen zur Stärkung der Landwirt:innen in
der Lebensmittelversorgungskette abgestimmt. Anstatt sich auf diese
dringend notwendigen Reformen zu konzentrieren, versuchte die
Europäische Volkspartei mit einem Änderungsantrag zur Einschränkung
von Veggie-Bezeichnungen die Debatte umzulenken. Das Parlament hat
sich im Zuge dessen nun für ein entsprechendes Verbot ausgesprochen.
SPÖ-EU-Abgeordneter Günther Sidl verurteilt die Entscheidung und
kritisiert die Europäische Volkspartei scharf für ihr
Ablenkungsmanöver: „Das Vorhaben, Begriffe wie ,Veggie-Burger‘, oder
,Veggie-Wurst‘ zu verbieten, ist nicht mehr als eine Scheindebatte.
Das Argument, Verbraucher:innen könnten durch solche Bezeichnungen
verwirrt werden, ist nichts anderes als ein fadenscheiniger Vorwand.
Es gibt längst klare Vorgaben, die sicherstellen, dass pflanzliche
Produkte eindeutig als solche gekennzeichnet sind. Was jedoch bis
heute fehlt, ist eine verpflichtende Kennzeichnung tierischer
Produkte nach Haltungsform und Herkunft. Das wäre ein echter Schritt
zu mehr Transparenz.“ ****

Sidl warnt zugleich vor dem Bild, das durch solche Debatten von
der Europäischen Union gezeichnet wird: „Solche Debatten schaden dem
Ansehen des Europäischen Parlaments und spielen jenen in die Hände,
die die EU gezielt als ,Verbotsunion‘ diffamieren wollen. In der
Öffentlichkeit verfestigt sich so das Bild, dass sich das Parlament
in Nebensächlichkeiten verliert, während die entscheidenden
Weichenstellungen warten. Daher ist es jetzt höchste Zeit, Schluss zu
machen mit EU-Bashing und politisch inszenierten Scheindebatten und
den Fokus wieder auf die echten Herausforderungen zu richten.“ (
Schluss) ls