Wien (OTS) – Gestern Abend hat der Wohnausschuss des Europäischen
Parlaments
seinen ersten Bericht nach der Einsetzung des Ausschusses im vorigen
Jahr verabschiedet. Als nächster Schritt folgt die Abstimmung im
Plenum. Neben dem Austausch mit zahlreichen Expert:innen ist der
Ausschuss auch nach Wien gereist, um Best-Practice-Beispiele zu
sammeln. Andreas Schieder, einziges österreichisches Mitglied im HOUS
-Ausschuss und S&D-Sprecher für Wohnen, hebt die sozialdemokratischen
Erfolge im Bericht hervor: „Auf den Druck der sozialdemokratischen
Fraktion hin liegt nun ein guter und ausgewogener Bericht vor, der
die Grundlage für echte europäische Maßnahmen für mehr leistbaren
Wohnraum in Europa bildet. Der Bericht enthält klare Forderungen zur
Regulierung von Kurzzeitvermietungen, für europäische Mittel für
sozialen und bezahlbaren Wohnraum mit konkreter Zweckbindung, die
Verbesserung der Mieter:innenrechte und die Bekämpfung von
Obdachlosigkeit. Auch die Stärkung von sozialen Wohnformen wie
Genossenschaftswohnungen nach dem Wiener Modell sind zentraler
Bestandteil des Berichts. Der Wiener Wohnbau bleibt Vorbild für ganz
Europa und dieses Modell zu exportieren, ist eine große
Bereicherung.” ****
Schieder ergänzt: „Die Wohnraumkrise in Europa zur Priorität zu
machen, war mehr als ein Wahlkampfversprechen für uns. Seit über
einem Jahr arbeiten EU-Parlament und der erste EU-Wohnkommissar Hand
in Hand an Lösungen, um die Welle von Wucherpreisen in europäischen
Städten zu bremsen. Ein Problem, das längst in der Mitte der
Gesellschaft angekommen ist und Existenzen gefährdet. Jetzt heißt es,
unsere Empfehlungen über die Ziellinie zu bringen und dann für eine
rasche Umsetzung zu lobbyieren. Ich werde weiter dafür kämpfen, dass
Wohnraum wieder leistbar und verfügbar wird – heute haben wir
wichtige Pflöcke dafür eingeschlagen.“ (Schluss) bj