Wien (OTS) – Heute hat der Wirtschafts- und Währungsausschuss des
Europäischen
Parlaments über seine Position für eine einheitliche
Bemessungsgrundlage der Körperschaftsteuer abgestimmt. Der Bericht
wurde mit breiter Mehrheit angenommen und wird im November-Plenum des
EU-Parlaments in Straßburg final zur Abstimmung stehen. Zuständige
Berichterstatterin war SPÖ-EU-Abgeordnete Evelyn Regner. Sie sagt:
„Wir setzen dem Fleckerlteppich bei der Unternehmensbesteuerung in
Europa endlich ein Ende. Während die Körperschaftssteuer in Portugal
im letzten Jahr bei über 30 Prozent lag, mussten Unternehmen in
Ungarn nur 9 Prozent Steuern zahlen. Die unterschiedliche
Bemessungsgrundlage führt zu unnötigen Komplikationen bei
multinationalen Unternehmen und kann sogar Wettbewerbsverzerrungen
zur Folge haben. Damit ist jetzt Schluss: Europa braucht einen
gerechteren und kohärenteren Ansatz für die Unternehmensbesteuerung.
Gleichzeitig vereinfachen wir die Regeln, die festlegen, wann eine
Geschäftstätigkeit in einem anderen Land als steuerpflichtig gilt,
verschärfen die Maßnahmen zur Bekämpfung von Steuervermeidung und
verbessern die Transparenz bei der Unternehmensbesteuerung im
Allgemeinen. Damit schaffen wir ein System, das einer globalisierten
und immer stärker digitalisierten Wirtschaftswelt angemessen ist.
Unsere Position spiegelt einen ausgewogenen Kompromiss wider, der
Unternehmen zugutekommt, öffentliche Einnahmen schützt und dazu
beiträgt, unsere sozialen und ökologischen Ziele in der EU zu
erreichen. Das ist auch ein ganz klares Signal an den Rat, uns in dem
Vorhaben zu unterstützen, endlich Licht ins Chaos der
Unternehmensbesteuerung in der EU zu bringen.“ **** (Schluss) ls