SPÖ-Manninger: Schluss mit Ausreden! Lohntransparenz jetzt!

Wien (OTS) – SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Ruth Manninger übt
scharfe Kritik
an der anhaltenden Blockadehaltung von Wirtschaftskammer und
Industriellenvereinigung bei der Umsetzung der Lohntransparenz.
„Schluss mit den Ausreden! Während Frauen tagtäglich schlechter
bezahlt werden, versuchen Wirtschaftskammer und
Industriellenvereinigung weiter, echte Transparenz und damit mehr
Gerechtigkeit zu verhindern“, so Manninger. ****

Obwohl gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit längst
gesetzlich vorgeschrieben ist, zählt Österreich in Europa weiterhin
zu den Ländern mit den größten Lohnunterschieden zwischen Frauen und
Männern. Mit einem Gender Pay Gap von 17,6 Prozent liegt Österreich
massiv über dem EU-Durchschnitt von 11,1 Prozent. „Diese Ungleichheit
ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines Systems, das Frauen
systematisch benachteiligt – und eines politischen und
wirtschaftlichen Widerstands gegen Veränderung“, kritisiert
Manninger.

Für die SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin ist klar: Wer sich
gegen Lohntransparenz stellt, stellt sich gegen Fairness. „Wer fair
bezahlt, muss Transparenz nicht fürchten. Die erbitterte Gegenwehr
der Arbeitgeberseite zeigt vielmehr, dass man an undurchsichtigen
Strukturen festhalten will, von denen vor allem Männer profitieren.“

Die Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie dürfe nicht länger
verzögert oder verwässert werden. „Frauen haben keine Geduld mehr.
Sie haben ein Recht auf faire Bezahlung – und zwar jetzt“, so
Manninger.

Manninger fordert Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung
auf, ihre ideologischen Blockaden endlich aufzugeben und sich der
Realität zu stellen: „Faire Löhne stärken die Kaufkraft, sichern
Fachkräfte und machen Österreich moderner und gerechter. Wer sich dem
verweigert, bremst nicht nur Frauen aus, sondern den gesamten
Standort Österreich.“

Abschließend verweist Manninger auf skandinavische Länder als
Beispiel dafür, dass Gleichstellung und wirtschaftlicher Erfolg Hand
in Hand gehen können: „Andere Länder zeigen längst, dass Transparenz,
Gleichstellung und moderne Arbeitskultur funktionieren. Österreich
darf nicht länger Nachzügler sein, weil manche lieber alte
Machtverhältnisse verteidigen als Frauen fair zu bezahlen.“ (Schluss)
eb/lw