Villach (OTS) – In einer mitreißenden Rede „heizte“ Daniel Fellner
den Genossinnen
und Genossen im Congress Center Villach ein. Mit einem emotionalen
Statement bedankte er sich einleitend bei seinem langjährigen
Weggefährten Peter Kaiser: „Wenn ich heute in den Saal hineinschaue,
sehe ich Freundinnen und Freunde, eine große geeinte Familie. Ich
sehe eine geschlossene, starke Sozialdemokratie. Peter, das war nicht
immer so – und das ist dein Verdienst!“
Dann zeichnete Fellner mit deutlichen Worten eine klare Vision
für Kärnten. Er wolle die Sorgen der Menschen ernst nehmen und sich
mit den Dingen beschäftigen, „die wirklich brennen!“ Gemeint seien
vor allem Teuerung, Pensionen, Sicherheit, Gesundheit und leistbares
Wohnen.
In seinen Forderungen nennt Fellner einheitliche Netzgebühren für
ganz Österreich: „Jetzt müssen wir eine Hochspannungsleitung quer
durch unser Bundesland ziehen, das ist nicht nur für uns super, das
ist für ganz Europa super. Liebe Energiekonzerne, hier von dieser
Stelle wird für die Kärntnerinnen und Kärntner auch etwas
herausspringen müssen!“ Eindringliche Worte fand Fellner auch zur
Situation der Pensionistinnen und Pensionisten in Kärnten. Wer 45
Jahre einzahlt, müsse sich auf eine sichere Pension verlassen können.
„Wenn plötzlich 47 oder 50 Jahre verlangt werden, dann ist das
Vertragsbruch.“ Außerdem soll Kärnten das Bundesland mit den
„schnellsten Behördenverfahren in ganz Österreich“ werden, so
Fellner.
Klar positioniert sich Fellner beim Thema Asylpolitik: „Ja, wir
müssen Menschen, die Hilfe suchen, Schutz bieten. Wer bei mir an die
Tür klopft und um Hilfe bittet, dem werde ich diese Türe öffnen! Aber
wer dann respektlos wird und sich nicht an die Regeln hält, dem werde
ich die Türe zeigen. Sich an unsere Gesetze zu halten, an unsere
Regeln – das kann kein Wunsch sein, das ist die Pflicht.“
Auch auf ein Herzensthema, die Kommunalpolitik, ging Fellner ein:
„Die brennenden Themen werden wir nicht in Sitzungssälen finden,
sondern draußen in den Gemeinden. Und deshalb werden wir rausgehen,
in jede Gemeinde. Und wir werden nicht kommen mit bunten Roll-Ups und
Plakaten, sondern mit Stift und Papier. Und wir werden Ideen sammeln,
eure Vorschläge!“
Zum Abschluss machte Fellner klar, dass ein „Ich“ in seiner
Vision keinen Platz hat – im Fokus stünde das „Wir“: „Wir stehen auf
den Schultern jener, die vor uns für Gerechtigkeit gekämpft haben,
wir tragen die Verantwortung für die, die nach uns kommen. Nicht ich,
sondern wir. Nicht gestern, sondern heute. Nicht irgendwann, sondern
jetzt.“
Kandidat Wolfgang Rami ging in seiner Rede auf die heutige
Wertegesellschaft sei, die zunehmend von negativen Emotionen wie Gier
und Neid geprägt sein. Es gebe, so Rami, nur mehr Konzerne und wenige
Familienbetriebe. Bildung sei der wesentliche Schlüssel zu einer
positiven Entwicklung, so Rami, der zum Abschluss Daniel Fellner
herzlich gratulierte.
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