Wien (OTS) – Die heute veröffentlichte Erhebung der Arbeiterkammer
zeigt abermals,
dass Menschen in Österreich beim Lebensmitteleinkauf draufzahlen. Im
Schnitt sind hierzulande idente Lebensmittel um 26 Prozent teurer als
in Deutschland, einzelne Produkte wie Speiseeis oder Kaffee kosten
fast das Doppelte. „Österreich muss jede Gelegenheit auf EU-Ebene
nutzen, um diesen unfairen Österreich-Aufschlag abzuschaffen und das
Leben in Österreich leistbarer zu machen“, so SPÖ-Klubvize Julia
Herr. ****
Die Bundesregierung hat erreicht, dass in Brüssel nun endlich
Bewegung in die Sache kommt. Aktuell befinden sich verschiedene
Möglichkeiten in Begutachtung, den Österreich-Aufschlag abzuschaffen.
Am 28. Mai wird die EU-Kommission die Mitgliedstaaten beim
Wettbewerbsrat über den aktuellen Stand unterrichten. „Dass sich
internationale Handelskonzerne auf Kosten Österreichs bereichern,
muss endlich ein Ende haben. Österreich muss in Brüssel hart bleiben
und Druck machen. Bis Ende des Jahres muss die Kommission Ergebnisse
liefern“, fordert Herr.
Der Österreich-Aufschlag erklärt: Internationale Konzerne bieten
ihre Produkte in Österreich teurer an als in anderen EU-Staaten. Das
liegt an „territorialen Lieferbeschränkungen“. Vereinfacht gesagt
zwingen internationale Konzerne österreichische Händler, nur bei
ihren Österreich-Ablegern einzukaufen – und die bieten ihre Produkte
eben teurer an als in anderen Ländern. Das widerspricht den Regeln
des Europäischen Binnenmarktes. (Schluss) mf/bj