SPÖ-Herr: „Wir machen endlich Schluss mit versteckten Preiserhöhungen in Mogelpackungen!“

Wien (OTS) – In ihrer heutigen Rede im Nationalrat stellte die
stellvertretende
Klubvorsitzende der SPÖ, Julia Herr, klar: „Wir alle kennen das
Gefühl, ein Packerl Chips zu öffnen und drin ist mittlerweile mehr
Luft als Inhalt.“ Die Rede ist vom mittlerweile allseits bekannten
Problem versteckter Preiserhöhungen namens Shrinkflation. Es
beschreibt das Phänomen, bei dem der Verpackungsinhalt kleiner wird,
während die Verpackung und der Preis gleich groß bleiben. Julia Herr
bezeichnet das treffend als „Mogelpackung zulasten der
Konsument:innen“.

Die Bundesregierung bringt nun – auf Initiative der SPÖ – ein
Gesetz gegen Shrinkflation auf den Weg. Handelsketten werden künftig
verpflichtet, Inhaltsreduzierungen klar und transparent auszuweisen.
Bei Verstößen drohen in Zukunft zehn Mal höhere Strafen, nämlich bis
zu 15.000 Euro – statt bisher nur maximal 1.450 Euro.

„Strafen müssen abschrecken. Die alte Strafhöhe war so, als würde
man fürs Rasen nur 50 Cent zahlen – völlig wirkungslos“, so Herr.

Die SPÖ kämpft umfassend gegen die Teuerung, auch im Bereich der
Lebensmittel. Ein weiteres Problem ist hier der „Österreich-
Aufschlag“. Anhand eines besonders absurden Beispiels demonstriert –
Mannerschnitten: „Sie werden mitten in Wien produziert und sind
trotzdem in Österreich um 60 Prozent teurer als in Deutschland. Das
kann niemand erklären – wir wollen es auch nicht erklären. Im
Gegenteil: Wir wollen diesen Österreich-Aufschlag abschaffen.“ Die
Bundesregierung geht auch dagegen vor. Berechnungen zufolge könnte
das Produkte im Schnitt um rund 10 Prozent billiger machen.

Abschließend zeichnet Herr den Unterschied zwischen Regierungen
ohne und mit SPÖ: „Die letzte Regierung ohne SPÖ-Beteiligung hat
Inflationsraten von über 11 Prozent zugelassen, diese Regierung setzt
– dank der SPÖ – schon bei 4 Prozent Inflation Maßnahmen gegen die
Teuerung.“ Alle Parteien seien eingeladen mitzuhelfen. (Schluss)
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