Wien (OTS) – SPÖ, ÖVP, NEOS und Grüne haben heute einen gemeinsamen
Antrag gegen
Gewalt an Kindern in den Nationalrat eingebracht. Jedes Kind soll
frei von Gewalt, Angst und Zwang groß werden, heißt es im
Antragstext. Die FPÖ hat als einzige Partei gegen den Antrag
gestimmt. „Damit verharmlosen Kickl und die FPÖ Gewalt gegen Kinder“,
sagt SPÖ-Klubvize Julia Herr. ****
Anlass für den Antrag sind Aussagen von FPÖ-Chef Herbert Kickl am 1.
Mai in Linz. Kickl sprach über frühere Zeiten, in denen noch
„nachgeholfen“ werden konnte, wenn ein Kind nicht „gespurt“ hat.
Diese Gewalt habe laut Kickl „niemandem geschadet“. Gleichzeitig
deutete Kickl dabei mit seiner Hand eine Watsche an. Herr dazu:
„Kickls Aussagen sind unerträglich. Wer sich die Zeiten
zurückwünscht, in denen Kinder geschlagen wurden, verharmlost Gewalt
gegen die Schwächsten unserer Gesellschaft. Heute hätte die FPÖ die
Chance gehabt, sich von den Aussagen Kickls zu distanzieren. Das hat
sie nicht getan.“
Um von den Aussagen ihres Parteichefs abzulenken, brachte die FPÖ
selbst einen Antrag ein, der Gewalt gegen Kinder nach Herkunft der
Täter kategorisiert: „Uns ist es egal, von wem Gewalt gegen Kinder
ausgeht: Niemand darf Kinder schlagen!“, so Herr zur FPÖ.