Wien (OTS) – Heute hat die Europäische Kommission einen Aktionsplan
zur Bekämpfung
von Cybermobbing vorgestellt. SPÖ-EU-Abgeordneter Hannes Heide, der
sich gemeinsam mit der sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen
Parlament seit langem für einen solchen Plan eingesetzt hat, zeigt
sich erfreut, dass die Kommission nach anhaltendem Druck nun endlich
geliefert hat: „Viel zu lange wurden Kinder und ihre Eltern mit den
Risiken des Internets allein gelassen. Cybermobbing ist kein neues
Phänomen, sondern begleitet junge Menschen seit Jahren und hat sich
mit der zunehmenden Digitalisierung weiter verschärft. Genau deshalb
haben wir uns als sozialdemokratische Fraktion mit Nachdruck dafür
eingesetzt, dass endlich ein europäischer Aktionsplan auf den Tisch
kommt. Denn die Zahlen zeichnen ein alarmierendes Bild: Jede und
jeder sechste Jugendliche war bereits von Cybermobbing betroffen, und
gleichzeitig gibt jeder achte an, selbst schon einmal online gemobbt
zu haben. Cybermobbing hat massive Auswirkungen auf die psychische
Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Wer schon in jungen Jahren
Mobbing erlebt hat, trägt diese Verletzungen oft bis ins
Erwachsenenleben mit sich. Als Gesellschaft dürfen wir hier nicht
länger zuschauen, sondern müssen entschlossen handeln.“ ****
Heide weiter: „Dabei ist es wichtig, dass wir uns entschlossen
all jenen entgegenstellen, die notwendige Schutzmaßnahmen
fälschlicherweise als Gefahr für die Meinungsfreiheit darstellen.
Denn viel zu oft geht es online nicht um sachliche Debatten, sondern
um gezielte Verbreitung von Hass und Ausgrenzung. Das ist keine freie
Meinungsäußerung, sondern digitale Gewalt. Genau deshalb ist es
richtig und notwendig, dass die Europäische Kommission mit diesem
Aktionsplan nun einen klaren Rahmen vorlegt. Besonders wichtig ist
dabei, dass wir Eltern mit dem Schutz ihrer Kinder im digitalen Raum
nicht länger allein lassen. Online-Sicherheit muss ein verbindlicher
Teil unseres Bildungssystems werden, damit wir als Gesellschaft
gemeinsam dafür sorgen, dass alle Kinder im digitalen Raum gesund und
geborgen aufwachsen können.“ (Schluss) bj