SPÖ-Heide: Europa droht Eigentor – Europäisches Sportmodell jetzt stärken!

Wien (OTS) – Mit der heutigen Annahme des Initiativberichts zur
Stärkung des
europäischen Sportmodells sendet das Europäische Parlament ein
kraftvolles Signal für die Zukunft des Sports in Europa. Das
Parlament fordert entschlossenes Handeln, um das einzigartige
europäische Sportmodell vor dem wachsenden kommerziellen Druck zu
schützen und seine Werte zu bewahren. SPÖ-EU-Abgeordneter und
Mitglied des Kulturausschusses Hannes Heide betont: „Sport ist weit
mehr als eine Partie Fußball oder das gemeinsame Mitfiebern bei der
Europameisterschaft alle vier Jahre. Er ist ein Bindeglied für unsere
Gesellschaft und ein Raum, in dem Menschen unabhängig von Herkunft,
Geschlecht oder sozialem Status zusammenkommen. Dabei ist gerade das
europäische Sportmodell weltweit einzigartig. Im Gegensatz zu den
Vereinigten Staaten, wo Sport überwiegend privatwirtschaftlich
organisiert und stark gewinnorientiert ist, beruht das europäische
Modell auf Solidarität, Zugänglichkeit und einer engen Verbindung
zwischen Breiten- und Spitzensport. Doch dieses Modell steht
zunehmend unter Druck. Eine Welle der Kommerzialisierung und gezielte
Investitionen aus autoritären Drittstaaten gefährden die Integrität,
Unabhängigkeit und Werte des europäischen Sports. Wenn Spiele großer
Ligen wie La Liga nach Saudi-Arabien verlegt werden, ist das nicht
nur ein Angriff auf die europäische Fankultur, sondern auch ein
Symptom für eine gefährliche Entwicklung: wirtschaftliche Interessen
und autoritäre Einflussnahme verdrängen zunehmend die europäischen
Prinzipien von Fairness und Teilhabe.“ ****

Heide fordert: „Als Europäische Union müssen wir sicherstellen,
dass Sport für alle Menschen zugänglich ist – unabhängig von
Geschlecht oder Herkunft. Die sportliche Leistung entscheidet über
Sieg oder Niederlage, über Aufstieg oder Abstieg. Dafür müssen wir
die Gleichstellung der Geschlechter konsequent fördern, Chancen
junger Menschen stärken und barrierefreie Infrastruktur für Menschen
mit Behinderungen ausbauen. Um das europäische Sportmodell zu
sichern, braucht es zudem mehr finanzielle Unterstützung. Denn wenn
aufgrund klammer Budgets Sportanlagen in unseren Städten und
Gemeinden geschlossen werden müssen, dann nützt das beste Sportmodell
nichts. Dazu müssen bestehende Fördermechanismen besser genutzt und
zusätzliche EU-Mittel, etwa über Erasmus+, bereitgestellt werden.
Zugleich braucht es klare Standards für Transparenz und gute
Vereinsführung, um das Vertrauen in Sportorganisationen zu stärken.
Eines steht fest: Die Zukunft des europäischen Sports entscheidet
sich nicht auf der Ersatzbank. Jetzt ist der Moment, aufs Spielfeld
zu gehen.“ (Schluss) jw/lw