SPÖ-Grossmann/Regner: Keine Frau sollte zwischen Baby und Politik wählen müssen

Wien (OTS) – Heute hat das Europäische Parlament dazu aufgefordert,
seine
Abstimmungsregeln zu ändern, damit sich Abgeordnete während ihres
Mutterschutzes von Kolleg:innen vertreten lassen können. Bisher galt,
dass nur persönlich anwesende Abgeordnete abstimmen dürfen. Für
werdende oder frischgebackene Mütter bedeutete das faktisch den
Verlust ihrer Stimme. Für die SPÖ-EU-Abgeordneten Elisabeth Grossmann
und Evelyn Regner ist dieser Beschluss ein großer Erfolg für Mütter
und ein wichtiger Schritt hin zu mehr Gleichstellung im Europäischen
Parlament. Besonders Evelyn Regner hat sich in ihrer Zeit als
Vizepräsidentin im EU-Parlament aktiv für diese Änderung eingesetzt:
„Keine Frau sollte zwischen Baby und politischen Mandat wählen
müssen. Die heutige Abstimmung ist ein wichtiger Schritt, damit
Mütter Politik und Mutterschaft endlich besser miteinander
vereinbaren können. Sie stärkt Frauen in der Politik und sendet ein
klares Signal: Elternschaft und politisches Engagement schließen
einander nicht aus. Noch immer sind Frauen im Europäischen Parlament
unterrepräsentiert. Nur 38,5 Prozent der Abgeordneten sind Frauen.
Das ist weit entfernt von einer angemessenen Repräsentation. Das
Parlament ist dazu da, die ganze Gesellschaft abzubilden, und dazu
gehören selbstverständlich auch Mütter. Genau deshalb brauchen wir
solche Maßnahmen: um den Einstieg von Frauen in die Politik zu
erleichtern und echte Gleichstellung zu ermöglichen. Demokratie darf
nicht aufhören, wenn die Mutterschaft beginnt.“ ****

Elisabeth Grossmann weiter: „Es ist ein starkes Signal, dass
gerade das Europäische Parlament diesen Schritt setzt, denn wir haben
innerhalb der EU eine wichtige Vorbildwirkung. Was wir hier
entscheiden, kann in den Mitgliedstaaten Veränderungen anstoßen und
zeigen, dass moderne, familienfreundliche Politik nicht nur möglich,
sondern notwendig ist. Nur wenige EU-Länder – darunter Spanien,
Griechenland und Luxemburg – haben bisher überhaupt formelle
Regelungen, die es Abgeordneten in der Schwangerschaft oder im
Mutterschutz erlauben, auch in Abwesenheit abzustimmen. Das zeigt,
wie groß der Nachholbedarf ist. Mit dieser Reform geht das
Europäische Parlament voran und setzt einen europäischen Standard,
der hoffentlich Schule macht.“ (Schluss)mf