Wien (OTS) – SPÖ-Verkehrssprecher Wolfgang Moitzi und die Wiener SPÖ-
Nationalratsabgeordnete Pia Maria Wieninger unterstützen die klare
Entscheidung von Mobilitätsminister Peter Hanke für den S1-
Lückenschluss. Die Vollendung des Regionenrings rund um Wien werde
Wien von Durchzugsverkehr entlasten und die wirtschaftliche
Entwicklung sowohl im Nordosten von Wien als auch in den Regionen
Niederösterreichs massiv fördern. Das sei für die Bevölkerung, die
Umwelt und die Wirtschaft eine klare und gut begründete Entscheidung,
so die Abgeordneten. ****
Die Kritik der Grünen Obfrau Gewessler sei „altbekannt, aber
leider sachlich nicht richtig“, sagt Moitzi, „hier handelt es sich um
grünes Marketing, nicht um Verkehrspolitik und auch nicht um Umwelt-
und Klimapolitik“. Er gibt zu bedenken, dass Gewessler als
Verkehrsministerin den schon fertig projektierten Bau der Wiener
Nordost-Umfahrung als einziges Projekt aufgeschoben hat, während sie
jedes Jahr rund eine halbe Milliarde Euro in anderen Bundesländern in
den Neubau von Autobahnen und Schnellstraßen investiert hat.
„Die Lobau selbst bleibt von diesen Verkehrsplänen vollkommen
unberührt. Tunnelein- und -ausgang sind weit vom Naturschutzgebiet
entfernt, der Tunnel verläuft bis zu 60 Meter darunter“, erläutert
Moitzi. Er versteht nicht, warum Gewessler so stark auf
Desinformation setze. Denn nichts anderes sei ihre Behauptung, das
Projekt werde aus dem Budget bezahlt. Richtig ist, die Kosten werden
von der ASFINAG getragen, die sich zu 100 Prozent aus den Einnahmen
der Straßennutzung (Maut) finanziert.
„Gewessler hatte fünf Jahre Zeit, Alternativen zu finden um die
Menschen und die Region von der Verkehrs-, Lärm- und
Emissionsbelastung zu befreien. Gewesslers Verkehrspolitik hat dazu
geführt, dass die bereits seit Jahrzehnten dichtest befahrene Straße
Österreichs 2025, die Südost-Tangente durch Wien, noch einmal neue
Stau-Rekorde verursacht hat“, so Moitzi. Zuletzt fuhren über 220.000
Fahrzeuge pro Tag auf dem dichtest befahrenen Streckenabschnitt. Laut
Studien werden durch den S1-Lückenschluss bis zu 70.000 Fahrzeuge
weniger durch das Stadtgebiet fahren.
Das Projekt ist demokratisch legitimiert und schon lange im
Bundesstraßengesetz verankert, die Umweltverträglichkeit ist
bescheinigt und durch die Höchstgerichte bestätigt, erläutert Moitzi.
Zugleich betont er, dass der Schwerpunkt der staatlichen
Investitionen im Verkehrsbereich unverändert beim öffentlichen
Verkehr liegt. Der Bund investiere doppelt so viel in den Ausbau der
umweltfreundlichen Schiene wie in Erhaltung und Ausbau von Autobahnen
und Schnellstraßen.
Die Wiener Nationalratsabgeordnete Pia Maria Wieninger sieht in
der Nordostumfahrung ein zentrales Infrastrukturprojekt für Wien,
weil damit der Transitverkehr aus der Stadt gelenkt und wichtige
Impulse für leistbares Wohnen im urbanen Raum gesetzt werden. Die
Donaustadt sei der am schnellsten wachsende Bezirk Wiens. „Dass da
die Verkehrsinfrastruktur mitwachsen muss, ist klar. Ohne den S1-
Lückenschluss kann die Weiterentwicklung der Donaustadt und damit
leistbarer Wohnraum für 55.000 Menschen nicht stattfinden. Dabei
verzeichnet der urbane Raum das niedrigste CO2-Aufkommen. Sowohl bei
der Mobilität als auch beim Energieverbrauch und der
Gebäudeerrichtung: Wien hat bei weitem das niedrigste CO2-Aufkommen
aller Bundesländer. Kurze Wege, exzellent ausgebauter öffentlicher
Verkehr und Mehrparteienhäuser heißen: Jede zusätzliche Wohneinheit
im urbanen Raum ist ein Gewinn fürs Klima.“ (Schluss) wf/bj