St. Pölten (OTS) – In Bruck an der Leitha entsteht die größte
Wasserstoffanlage
Österreichs und eine der größten Europas. Heute fand dazu im Beisein
von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gemeinsam mit OMV AG CEO
Alfred Stern, Siemens Energy Österreich Geschäftsführer Ales Presern
und Strabag AG CEO Stefan Kratochwill der Spatenstich für dieses 700
Millionen Euro Projekt statt, das Ende 2027 in Betrieb gehen soll und
eine Leistung von 140 Megawatt haben wird.
„Ich spüre heute hier unglaublich viel Kraft und Power. Diese
Kraft und Power werden wir brauchen, denn unsere Wirtschaft und
Industrie befinden sich in einem Transformationsprozess, wo es darum
geht die Umweltauswirkungen zu verringern und die Kreislaufwirtschaft
zu stärken. Verbunden damit ist auch die Stärkung unserer
Wettbewerbsfähigkeit und die Schaffung neuer Arbeitsplätze“, sagte
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner dabei. Mit dem heutigen
Spatenstich stehe man am Beginn einer 140 Megawatt-Anlage, „eine der
größten in Europa und in Österreich die größte ihrer Art, die
zugleich eine Investition von 700 Millionen Euro in den Standort
Österreich und Niederösterreich bedeutet“, unterstrich sie.
Die Region rund um Bruck im Speziellen und Niederösterreich im
Allgemeinen biete die besten Voraussetzungen für den Ausbau
erneuerbarer Energie. „Denn Niederösterreich ist die Ökolokomotive,
wenn es um erneuerbare Energie in Österreich geht. Gerade diese
Region ist Energie- und Innovationsstandort, es gibt hier viele
Menschen, die Anpacken und Zupacken“, so die Landeshauptfrau, die
sich bei den Gemeinden für die Pionierarbeit und den beteiligten
Firmen für ihre Weitsicht und Innovation bedankte. „Wir wollen unsere
Vorreiterrolle absichern. Bei dieser Vorreiterrolle kommt unserer
‚Mission Nobelpreis‘ eine zentrale Rolle zu. Bei der wir nicht nur
einen Nobelpreis nach Niederösterreich holen wollen, sondern vor
allem Spitzenkräfte und kluge Köpfe fördern und fordern.“ Deshalb
investiere Niederösterreich enorm in Wissenschaft und Forschung. Ein
Zukunftsprojekt sei auch der Technologiepark, den man in Hainburg auf
den Weg bringe: „Ein Investment in den Standort Niederösterreich und
Österreich und in die beste Zukunft unserer Kinder“, unterstrich Mikl
-Leitner. Auch die neue Elektrolyseanlage in Bruck sei ein Investment
in die Zukunft Europas, Österreichs, Niederösterreichs und der
nächsten Generationen.
Alfred Stern, CEO OMV Aktiengesellschaft, sprach von einem
bedeutenden Tag für die OMV, Österreich und Europa: „Wir legen
gemeinsam den Stein für eine der größten und nachhaltigen
Elektrolyseanlagen Europas. Damit wollen wir den Weg in eine
klimaneutrale Zukunft und für nachhaltige Mobilität möglich machen.“
Es sei ein „wichtiger Meilenstein, mit dem wir Maßstäbe setzen.“ Ende
2027 werde die Anlage in Betrieb gehen und dann 140 Megawatt Leistung
bringen. „Damit erzeugen wir bis zu 23.000 Tonnen grünen Wasserstoff
pro Jahr und leisten einen maßgeblichen Beitrag zur Reduktion unserer
CO2-Emissionen“, ergänzte er. Der erzeugte Wasserstoff werde durch
eine 22 Kilometer lange Pipeline direkt in die Raffinerie Schwechat
geliefert.
Ales Presern, Geschäftsführer Siemens Energy Österreich,
unterstrich, dass die Stärke dieses Projekts im Zusammenspiel
unterschiedlicher Kompetenzen liege. Siemens liefere langjährige
Erfahrung bei derartigen Großprojekten. „Besonders stolz sind wir auf
die österreichische Wertschöpfung, denn das gesamte Engineering
passiert in Wien. Ein starkes Zeichen für den Standort und die
Innovationskraft unserer heimischen Expertinnen.“ Er unterstrich,
dass dieses Projekt für Weitblick stehe: „Während andere noch zögern,
geht OMV mutig nach vorne. Auch für Österreich ist dieses Projekt ein
starkes Signal. Wir übernehmen gemeinsam Verantwortung.“
Stefan Kratochwill, CEO Strabag AG, sagte: „Wasserstoff ist aus
unserer Sicht nicht nur eine Energiequelle, sondern ein neues,
wichtiges Geschäftsfeld. Die Anlage ist ein großer Schritt, um
nachhaltige Energie zugänglicher zu machen. Der Bau von Anlagen
dieser Größe macht mich stolz.“ Gemeinsam mit starken Partnern
bereite man den Weg für nachhaltige Energiezukunft. Es brauche
Leuchtturmprojekte wie dieses, um den Umstieg auf erneuerbare Energie
zu schaffen.