SOS-Kinderdorf stärkt Kinder und Jugendliche jetzt auch mit Strom

Wien (OTS) – Kühlschrank, Waschmaschine, Backofen oder Geschirrspüler
– Geräte,
die unser Leben enorm erleichtern und für die meisten von uns
selbstverständlich sind. Als Folge steigender Energiekosten werden
die praktischen Haushaltsgehilfen allerdings für immer mehr Familien
in Österreich zur finanziellen Belastung. Gleichzeitig gibt es
zahlreiche Privathaushalte und Unternehmen mit eigenen
Photovoltaikanlagen, die mehr Strom erzeugen, als sie benötigen. Hier
setzt das Konzept der Energiefamilie an: es ist ein Angebot diesen
Überschuss zu spenden und unter jenen zu verteilen, die ihn sich
nicht so einfach leisten können.

Ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit

Schon jetzt werden auf diese Weise SOS-Kinderdorf Familien und
Wohngruppen in ganz Österreich mit günstiger und sauberer Energie
versorgt. Ist ihr Bedarf gedeckt, möchten wir auch Familien außerhalb
unserer Angebote unterstützen, sagt SOS-Kinderdorf Geschäftsführerin
Nora Deinhammer:

„Unsere Energiefamilie ist mehr als nur eine Energiegemeinschaft
– sie ist ein ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltiges
solidarisches Netzwerk. Wer Strom erzeugt, den er nicht selbst nutzt,
kann ihn einfach und direkt weitergeben an jene, die zu wenig davon
haben und damit Gutes tun für Kinder und Jugendliche in schwierigen
Lebenslagen“, so Deinhammer.

Durch die Spende behält Energie ihren Wert

Derzeit werden Stromüberschüsse in Österreich meist einfach nur
ins öffentliche Netz eingespeist. Die Vergütung, die man dafür
erhält, falle mit rund 6 Cent pro Kilowattstunde allerdings weniger
als halb so hoch aus, als die Preise, die man am Strommarkt dafür
bezahlen muss, sagt Mathias Schweighofer, Nachhaltigkeitskoordinator
von SOS-Kinderdorf und Projektleiter der Energiefamilie.

„Sagen wir ein durchschnittlicher Privathaushalt mit
Photovoltaikanlage erhält durch den Verkauf des Überschusses etwa 200
Euro pro Jahr. Eine Spende der Kilowattstunden hingegen bedeutet eine
Ersparnis von rund 400 Euro bei jenen, die sie erhalten. Man könnte
also sagen, dass sich der Nutzen der Energie durch die Spende
verdoppelt“, so Schweighofer.

Stromspenden leicht gemacht

Mitmachen ist einfach: Wer Strom erzeugt, kann jederzeit ein- und
austreten und individuell auf einer Online-Plattform festlegen, wie
viel der überschüssigen Energie gespendet und geteilt wird. Die
Energiefamilie von SOS-Kinderdorf organisiert die Weitergabe
innerhalb der Energiegemeinschaft und sorgt dafür, dass der Strom
dort ankommt, wo er gebraucht wird.
Mehr Informationen gibt es unter www.energiefamilie.at .